Schulprogramm des SGL

Schulprogramm des Städtischen Gymnasiums Löhne

I n h a l t

Vorwort 3
Leitbild des SGL 4
Themenliste 5
Beratung und Lebensorientierung
Beratungskonzept 6/7
Sucht- und Aidsberatung am SGL 8
Berufswahlorientierung 9
Pädagogische Schulentwicklung  
Methodenlernen in den Jgst. 5 und 6 10
Freiarbeit 11
Klassenorchester 12/13
Soziales Lernen 14
Methodenlernen in der Jgst. 11 15
Internationale Begegnungen 16
Medienbildung  
Lernen mit neuen Medien im Unterricht 17
Schule als Lebensraum  
Theaterspiel in Unterricht und AG 18
Schulgeländegestaltung 19
Anlagen:  
Fortbildungsplanung
Geschäftsverteilungsplan
Lehrpläne Sek. I
Lehrpläne Sek. II

Vorwort

Das vorliegende Schulprogramm des Städtischen Gymnasiums Löhne dokumentiert den Stand der Entwicklung der Schule am Ende des Jahres 2000 und beschreibt ihre unterrichtlichen und erzieherischen Ziele für die nächste Zukunft. Die Schule begreift sich darin als eine pädagogische Handlungseinheit in einem prinzipiell unabgeschlossenen, auf Revision angelegten Prozess.

Der diesbezügliche Schulentwicklungsprozess begann etwa im Jahr 1996. Hier wurde in der Schulkonferenz die Entscheidung getroffen, am gemeinsamen Schulentwicklungsprojekt „Schule & Co.“ des Schulministeriums des Landes NRW und der Bertelsmann-Stiftung teilzunehmen. Von diesem Projekt sind erhebliche Impulse ausgegangen, insbesondere im Bereich der pädagogischen Schulentwicklung, die im einzelnen dokumentiert werden.

Die Arbeit am Schulprogramm und seinen einzelnen Bausteinen ist in besonderem Maße an verschiedenen „Pädagogischen Tagen“ der Schule vorangetrieben worden, wobei in den verschiedenen Arbeitsgruppen neben den Lehrerinnen und Lehrern jeweils auch Eltern und Schülerinnen und Schüler beteiligt waren.

Schließlich ist in Zusammenarbeit mit der Schulpflegschaft und der aus Eltern, Lehrern und Schülern bestehenden Arbeitsgruppe das vorliegende Leitbild der Schule entstanden.

Die im Anschluss dokumentierten besonderen Bereiche des Schulprogramms zeigen insgesamt den Stand der Entwicklung sowie die Perspektive für die nächsten Jahre auf. Die Curricula, die für die meisten Fächer vorliegen, sind in den jeweiligen Gremien abgestimmt worden. Hier wird das Hauptgewicht der Weiterarbeit in den folgenden Jahren darauf liegen, insbesondere fachübergreifende und fächerverbindende Elemente herauszuarbeiten und zu realisieren.

An unserer Schule steckt der Bereich der Evaluation noch in den Anfängen. Hier ist ein Kollege im Rahmen des Projekts „Schule & Co.“ zum Evaluationsberater ausgebildet worden. Mit seiner Hilfe soll die Konzipierung eines Evaluationsrahmens für das Schulprogramm in Angriff genommen werden. Für den Bereich der Freiarbeit hat in den letzten Jahren eine externe Evaluation durch den Fachbereich Pädagogik der Universität Bielefeld stattgefunden.

Die einzelnen in Kapitel 2 vorliegenden Konzepte versuchen zwischen den im Leitbild formulierten Grundsätzen und der pädagogischen Alltagsrealität zu vermitteln und positive Entwicklungen und Veränderungen zu ermöglichen.

Ich danke allen an der Entwicklung und Formulierung des Schulprogramms Beteiligten für
ihre engagierte Mitarbeit.





Anmerkung

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit und Übersichtlichkeit sind im Folgenden die Aufgabenfelder, die sich noch in der Planungs- bzw. Aufbauphase befinden, kursiv gedruckt.

Schuldarstellung

Bericht über die bisherige Entwicklungsarbeit

Seit dem Ende des Jahres 2000, als das erste Schulprogramm des Städtischen Gymnasiums Löhne erstellt wurde, haben sich in Schule und Gesellschaft bedeutsame Veränderungen vollzogen, auf die es zu reagieren gilt, wenn die Schule nicht, bei aller Beachtung der weiterhin gültigen pädagogischen Grundlagen der Erziehung sowie der neu definierten Qualitätsstandards schulischer Ausbildung, den Anschluss an die sich rasant weiter entwickelnden Normen und Anforderungen einer Gesellschaft im 21. Jahrhundert verlieren will. Dabei wird schulische Entwicklungsarbeit und –planung z.Z. durch maßgeblich geänderte Rahmenbedingungen und teilweise noch nicht klar ausformulierte Zielvorstellungen in erheblichem Maße erschwert.

Schon in den vergangenen fünf Jahren hatten sich Änderungen an Schwerpunkten sowie der Ausgestaltung einzelner Aspekte des Schulprogramms des SGL ergeben. So wurde z.B. die Elternarbeit als ein wesentlicher Bereich der Kooperation intensiviert und durch Teilnahme an den verschiedenen Pädagogischen Tagen, der Einrichtung einer Unterstützungsinitiative mit Hilfe von „Wunschzetteln“ für SchülerInnen und LehrerInnen, der Unterstützung verschiedener Hilfsprojekte z.B. für unsere Partnerschule in Litauen, die maßgebliche Unterstützung des Schulsponsoringtages sowie die Einrichtung informeller Elterntreffs dokumentiert.

Im Bereich der Berufswahlvorbereitung wurde in diesem Schuljahr zum zweiten Mal ein Schülerbetriebspraktikum in der Jahrgangsstufe 9 durchgeführt, das sich noch in der Erprobungsphase befindet und, nach erfolgter Auswertung der Evaluationsergebnisse, u.U. als fester Bestandteil in das Schulprogramm aufgenommen werden soll.

Erhebliche Veränderungen haben sich bereits im Bereich des sozialen Lernens ergeben, in dem insofern die Ergebnisse der INIS-Befragung schon antizipiert wurden. Nach Abschluss des Evaluationsprozesses werden sich u.U. auch in dem Bereich noch neue Aspekte ergeben, die dann ebenfalls Gegenstand der Beratung und Entscheidung in den verschiedenen Mitwirkungsgremien sein werden.

Im Bereich der Pädagogischen Schulentwicklung hat sich eine gewisse Schwerpunktverschiebung bzw. Neufestlegung ergeben. Die in früheren Jahren erfolgte Festlegung auf den Teilaspekt „Freiarbeit“ ist aufgehoben worden. Stattdessen werden in dem Bereich nunmehr in allgemeinerem Rahmen Methoden des eigenverantwortlichen Arbeitens vermittelt.

Während sich diese Veränderungen im Laufe der täglichen pädagogischen Arbeit als notwendig erwiesen und sukzessive eingeführt wurden, erfolgte die Neufassung des vorliegenden Schulprogramms auf anderem Wege. Die Redaktion des ersten Schulprogramms, die identisch ist mit den jeweils Verantwortlichen für die Durchführung der einzelnen Programmpunkte, hat den jeweiligen Entwicklungs- und Veränderungsprozess protokolliert und teilweise Bedingungen und Notwendigkeiten für vorzunehmende Revisions- bzw. Modifikationsschritte dargelegt. Diese sind eingegangen in die vorliegende Entwurfsfassung des neu zu beschließenden Schulprogramms des Städtischen Gymnasiums Löhne. Letzteres soll nach intensiver Diskussion in allen Mitwirkungsgremien in der ersten Schulkonferenz im Jahr 2006 geschehen. Detailliertere Ausführungen zu Änderungen und teilweise neu gefassten Entwicklungszielen der einzelnen Schwerpunktbereiche finden sich in der Einzeldarstellung der jeweiligen Arbeitsfelder.

Leitbild des Städtischen Gymnasiums Löhne


Unsere Schule ist sowohl ein Ort des Lernens als auch ein Ort des Lebens. Wir legen großen Wert auf Offenheit, Toleranz und ein freundliches Miteinander, das von Rücksichtnahme und gegenseitigem Respekt geprägt ist.

Die Schule versteht sich als Ort des Austausches und der Begegnung in einem globalen Zusammenhang. Im Sinne der Erziehung zum Antirassismus werden deshalb Projekte gefördert, die den „Eine-Welt-Gedanken“ zum Inhalt haben.
Die Schule versteht sich als Ort des Austausches und der Begegnung in einem globalen Zusammenhang. Im Sinne der Erziehung zum Antirassismus werden deshalb Projekte gefördert, die den „Eine-Welt-Gedanken“ zum Inhalt haben.
Unsere Schule ist ein Ort intensiven Lernens, an dem Lernmotivation und Lernfähigkeit erschlossen und gefördert werden. Deshalb werden unseren Schülerinnen und Schülern neben fachlichem Wissen auch Methoden des Lernens vermittelt.

Unsere Schule versteht sich als lernende Organisation, in der die Auseinandersetzung mit den Anforderungen der sich verändernden Welt gefördert wird und in der die Jugendlichen Unterstützung bei der Suche nach Lebensorientierung und Lebenssinn erfahren.

Diese Grundsätze können nur in enger Kooperation aller am Schulleben beteiligten Personen und Gruppen und in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern sowie in demokratischen und transparenten Entscheidungsprozessen verwirklicht werden.

Dieses Leitbild konkretisiert sich in folgenden Bereichen, wobei einige bereits seit längerem
feste Bestandteile der schulischen Arbeit am Städtischen Gymnasium Löhne sind, andere in
den kommenden Jahren verstärkt ins Blickfeld genommen werden sollen.


T h e m e n l i s t e / S c h u l p r o g r a m

Beratung undLebensorientierung PädagogischeSchulentwicklung InternationaleBegegnungen Medienbildung Schule alsLebensraum
         
Beratungskonzept MethodenlernenJgst. 5/6 Partnerschaft mit Mbem (Ghana) Lernen mit NeuenMedien im Unterricht Theater/kulturelles Leben
         
Netzwerk/Öffnungvon Schule Klassenorchester USA Verständigungweltweit Sport
         
Suchtprophylaxe/Aidsprävention Freiarbeit Sek. I Austausch mitFrankreich   Schulgeländegestaltung/Umweltschutz
         
Berufswahlorientierung soziales LernenJgst. 5-8 Litauen  
       
  MethodenlernenJgst. 11 Nicaragua  

Beratung und Lebensorientierung

Beratungskonzept

Vorbemerkung

Beratungstätigkeit gehört neben Unterricht, Erziehung und Beurteilung zu den Aufgaben jeden Lehrers und jeder Lehrerin. Ausgebildete Beratungslehrer und Beratungslehrerinnen sollen das Kollegium sowie die Schulleitung in spezifischen Fällen und Situationen in ihrer Beratungstätigkeit unterstützen. An unserer Schule wird z.Z. eine Kollegin zur Beratungslehrerin ausgebildet. Unter ihrer Leitung soll in den nächsten Jahren ein Beratungsteam etabliert werden, das zusammen mit ihr aus den Lehrerinnen und Lehrern besteht, die bereits Beratungstätigkeiten ausüben (Aids- und Suchtprophylaxe, Schullaufbahnberatung, Berufswahlorientierung, SV). Dieses Team wird die Beratungstätigkeiten koordinieren und durch die Entwicklung eines Beratungskonzepts für alle am Schulleben Beteiligten transparent machen.

Aufgabenfelder der Beratung:

Förderung des fachlichen und sozialen Lernens

fächerübergreifendes Lernen, projektorientiertes Lernen, soziales LernenFreiarbeitMethodentrainingTeamarbeitPatenschaftenHelfersysteme, Streitschlichterprogramme

Schullaufbahnberatung

Jahrgangsstufe 5: Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe, Kooperation mit GrundschulenJahrgangsstufe 6: zweite Fremdsprache ab Klasse 7Jahrgangsstufe 8: Differenzierung ab Klasse 9Laufbahnberatung Sekundarstufe II

Berufswahlorientierung

Jahrgangsstufe 10: BIZ – Besuche, Vorbereitung des PraktikumsJahrgangsstufe 11: SchülerbetriebspraktikumJahrgangsstufen 12/13: Berufsberatung, Studienberatung

Konzepte zur Lebens- und Zukunftsplanung

Jahrgangsstufe 9: SuchtprophylaxeJahrgangsstufe 10: AidsprophylaxeJahrgangsstufe 12: Religiöse Besinnungstagealle Jahrgangsstufen: religiöse Schulwochen etwa einmal während der SchulzeitEs werden zur Zeit Überlegungen angestellt, die ersten beiden Bereiche jeweils in der vorhergehenden Jahrgangsstufe anzusiedeln.

Jahrgangsstufen 7/8: Anti-Suchtberatung



Elternberatung

individuelle ElterngesprächeElternabendeElternsprechtage

Kollegiale Beratung

Unterstützung von Kolleginnen und Kollegen bei Konflikten mit einzelnen Schülerinnen und Schülern, Gruppen oder Klassen (siehe auch Konfliktberatung)Hilfestellung für neue Kolleginnen und KollegenSchulinterne Lehrerfortbildung

Individuelle Förderung und Konfliktberatung

VerhaltensproblemeLernschwierigkeitenFörderung bei sozialen DefizitenFörderung bei fachlichen Defiziten/FörderunterrichtFörderung besonderer BegabungenDie Übersicht macht deutlich, wie umfangreich und vielfältig die schulische Beratungstätigkeit ist. Vieles wird an unserer Schule bereits praktiziert oder gehört zum allgemeinen Beratungsauftrag von Schule. In den Aufgabenfeldern, die zur Zeit noch nicht oder nur teilweise abgedeckt sind, soll in nächster Zeit eine Klärung der Rahmenbedingungen sowie die Formulierung eines nach allen Seiten gut abgestimmten Gesamtkonzepts erfolgen.





Netzwerk/Öffnung von Schule

Unter dieser Überschrift werden verschiedene Formen der Kooperation zwischen dem Städtischen Gymnasium Löhne und außerschulischen Partnern bzw. die Beratung durch diese zusammengefasst. Für unsere Schule bestehen z.B. enge Verbindungen zum Jugendamt, zur Drogenberatungsstelle, zur Beratungsstelle der Arbeiterwohlfahrt, zum Arbeitsamt, zur Jugendmusikschule der Stadt Löhne, zur Weidmüller-Stiftung, zu verschiedenen Wirtschaftsunternehmen sowie zu anderen Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens. Diese Verbindungen zu pflegen und ggf. weiter zu entwickeln sowie bei Bedarf neue zu knüpfen ist eine der Aufgaben, die sich das SGL für die Zukunft vorgenommen hat.




Sucht- und Aidsprävention am SGL

Zentrale Ziele schulischer Sucht- und Aidsprävention am SGL sind:

der selbstverantwortliche Umgang mit persönlichen und sozialen Problemen, Konflikten und Realitätsanforderungen
der selbstverantwortliche Umgang mit Drogen
der verantwortliche Umgang mit der Sexualität

Konkrete Umsetzung der Ziele:
In der Jahrgangsstufe 9 werden in Zusammenarbeit mit der Drogenberatungsstelle des Diakonischen Werks Herford (DROBS) Projekttage zur Drogenberatung durchgeführt.
In der Jahrgangsstufe 10 werden in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern (Gesundheitsamt, Aidsberatung etc.) sexualpädagogische und aidspräventive Projekttage durchgeführt.
Daneben steht ein Lehrer für die individuelle Beratung von Schülerinnen und Schülern zur Verfügung.
Die konkrete Umsetzung der Richtlinien für die Sexualerziehung (der Beitrag aller Fächer) muss noch erfolgen.
Zur Zeit wird diskutiert, ob die Projekttage in den Jahrgangsstufen 9 und 10 jeweils in die Jahrgangsstufe 8 und 9 vorverlegt werden sollen.

Berufswahlorientierung

Es liegt ein umfangreicher Entwurf zu einem Modell der Berufswahlorientierung an unserer Schule vor. Mehrere Bausteine dieses Konzepts sind erprobt und mittlerweile fester Bestandteil des Schullebens, andere Bausteine werden z.Z. oder im Laufe der nächsten Jahre erprobt.

Angestrebtes Ziel des Gesamtkonzepts :

Die Schüler und Schülerinnen sollen sich in der sich verändernden Lebens- und Berufswelt orientieren lernen, die eigenen Fähigkeiten und persönlichen Wertsetzungen erkennen lernen, um dann aktiv ihren eigenen Berufs- und Lebensweg angehen zu können.

Es ist klar, dass Berufswahlorientierung mit dieser Zielsetzung alle Jahrgangsstufen durchziehen muss. Feste Bestandteile sind:Klasse 9: Erstinformation des Arbeitsamtes über Ausbildungsgänge/Abschlüsse und Beratungsangebote des Arbeitsamtes Herford

Klasse 10: Unterrichtsreihen zu Veränderungen in der Arbeits- und Berufswelt, Tests zur Eigen- und Fremdeinschätzung, Bewerbungsschreiben /Vorstellungsgespräche in den Fächern Deutsch und Politik
Klasse 11: zweiwöchiges Betriebspraktikum mit Vor- und Nachbereitung

Klasse 12: Angebote: Bewerbertraining (AOK), Berufskundliche Vortragsreihen (Lions Club/Rotary Club und Arbeitsamt Herford); einwöchige Blockveranstaltung zur Zukunftsplanung (in Zusammenarbeit mit Dienst an Schulen und Jugendamt Löhne) mit anschließender Universitätserkundung Klasse 12/13: weitere Informationsveranstaltungen und individuelle Beratungen durch das Arbeitsamt Darüber hinaus werden zur Zeit Überlegungen angestellt, in der Jahrgangsstufe 9 ein erstes Betriebspraktikum durchzuführen.




Pädagogische Schulentwicklung

Methodenlernen in den Jahrgangsstufen 5 und 6

Es ist unbestritten, dass Bildung mehr ist, als fachspezifischer Kenntniserwerb. Sie zielt vielmehr im weiteren Sinne auf inhaltlich-fachliches Lernen, auf methodisch-strategisches Lernen, auf sozial-kommunikatives Lernen und nicht zuletzt auf affektives Lernen. Im Rahmen des Grundkonzepts eines auf Mündigkeit zielenden Unterrichts kommt dabei Selbststeuerungs- bzw. Selbstmanagementprozessen auf Seiten der Schülerinnen und Schüler eine immer größere Bedeutung zu. Beides ist aber aufs engste mit dem nachhaltigen Erwerb einschlägiger Lern- und Arbeitstechniken verbunden.

Aus diesen Erkenntnissen heraus hat das Städtische Gymnasium Löhne beschlossen, unter dem Leitziel der pädagogischen Schulentwicklung Selbstständigkeit und Selbsttätigkeit der Schülerinnen und Schüler mit Hilfe von eigenverantwortlichen Lern- und Arbeitstechniken in besonderem Maße zu fordern und zu fördern, um ihnen u.a. die Möglichkeit zu eröffnen, in der Schule für einen lebenslangen Prozess das „Lernen zu lernen“.

Zweckmäßigerweise beginnt das Methodenlernen mit einem systematischen Basistraining in der Klasse 5. Zum einen wird den Schülerinnen und Schülern auf diesem Wege der zentrale Stellenwert der Lernmethodik so nachdrücklich von Beginn an vor Augen geführt, dass sie leichter als selbstverständliches Element in ihr Fertigkeitsrepertoire aufgenommen werden kann. Zum anderen stellen methodische Kenntnisse eine wesentliche Voraussetzung für das selbstgesteuerte Lernen u.a. in den Freiarbeitsphasen der Erprobungsstufe dar.

Diese systematische Einführung wird ergänzt durch eine kontinuierliche Pflege und Weiterentwicklung der methodischen Fertigkeiten in den folgenden Jahrgangsstufen durch die verantwortlichen Fachlehrerinnen und Fachlehrer, in Unterrichts- oder außerunterrichtlichen Projekten sowie letztlich noch einmal durch eine Wiederaufnahme mit veränderten Schwerpunkten in der Jahrgangsstufe 11. Neben dem eigentlichen Methodentraining werden auch die anderen Bausteine der pädagogischen Schulentwicklung wie Kommunikationstraining und Teambildung vermittelt, eingeübt und weiterentwickelt.

Eine solche Modifikation des Unterrichts bedingt zum einen eine teilweise Neuorientierung der Lehrerrolle und zum anderen den Erwerb von Kenntnissen auch auf Lehrerseite. Deshalb sind bis zum Schuljahr 2000/2001 zwölf Lehrerinnen und Lehrer in den verschiedenen Programmen für die Sekundarstufe I trainiert worden. Eine weitere Kollegin ist im Rahmen der Lehrerfortbildung in diesem Bereich tätig. Im Januar 2001 beginnt ein erstes Team mit dem Fortbildungsbaustein „Training wissenschaftsmethodischen Arbeitens in der Jahrgangsstufe 11“. Beide Fortbildungs- und Entwicklungsstränge sollen in Zukunft weiter fortgeführt werden.


Pädagogische Schulentwicklung

Das Projekt Klassenorchester

Projektbeschreibung

Das Projekt Klassenorchester ist ein Projekt der Erprobungsstufe. Es ist ein auf zwei Schuljahre für die 5. und 6. Klasse angelegtes gemeinsames Projekt der Musikschule der Stadt Löhne und des Städtischen Gymnasiums Löhne. In einer fünften Klasse eines jeden neuen Jahrgangs soll der reguläre zweistündige Musikunterricht in einer festgelegten Klasse dieses Jahrgangs auf eine besondere Art durchgeführt werden: jeder Schüler dieser Klasse soll in den zwei regulären Wochenstunden Unterricht auf einem Blasinstrument oder Schlagzeug erhalten. Bedingung ist, dass innerhalb dieses Projekts ein Instrument erlernt wird, das der Schüler zu Beginn des Projekts noch nicht beherrscht. Auf diese Weise haben alle Schüler bezogen auf das Projekt die gleichen Ausgangsbedingungen. Jeder Schüler sieht sich durch ein neues Instrument herausgefordert. Die Auswahl erfolgt nach eingehender Beratung durch die Fachschaft Musik, die Instrumentallehrer der Musikschule und erfahrene Mitschüler höherer Jahrgangsstufen. Bei der Auswahl der Instrumente ist neben den individuellen Wünschen der Schüler zu beachten, dass eine ausgewogene, spielfähige Orchesterbesetzung entsteht (etwa 50% Holzbläser, 40% Blechbläser, 10% Schlagzeug, Xylophone und Perkussion).

Die Eltern melden ihr Kind für dieses Projekt gesondert an. Dieses Projekt stellt kein zusätzliches Unterrichtsangebot der Schule dar, sondern ist in den regulären Stundenplan der Klasse im Schulvormittag integriert. Jede Klasse der Erprobungsstufe erhält einen zweistündigen Musikunterricht, lediglich eine Klasse eines fünften und sechsten Jahrgangs indes in Form dieses Projekts.



Freiarbeit

Seit Beginn des Schuljahres 1996/97 werden in den 5. und 6. Klassen des Städtischen Gymnasiums Löhne Formen freien Arbeitens erprobt. Die Einführung von Freiarbeit ist als Versuch zu betrachten, auf veränderte Lernprofile und Lernbedingungen der Schülerinnen und Schüler zu reagieren. Insofern versteht sich Freiarbeit auch als Teil der Pädagogischen Schulentwicklung am SGL. Ziel der Freiarbeit ist es, den Gedanken der Schülerorientierung ernst zu nehmen und Interessen, Lernbedürfnisse und Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler zur Grundlage von Unterrichtsinhalten, Arbeitsmethoden und Anforderungen zu machen. Da Formen freien Arbeitens bereits an den meisten Grundschulen der Stadt Löhne praktiziert werden, kann außerdem die Realisierung von Freiarbeit in der Erprobungsstufe dazu beitragen, den Übergang von der Primar- zur Sekundarstufe zu erleichtern.

In der Freiarbeit können Schülerinnen und Schüler besonders gut „das Lernen lernen“: Sie entscheiden im Rahmen von Pflicht- und Wahlaufgaben selbst, was sie lernen (bzw. üben und vertiefen) und auf welche Weise sie dies tun. Daher ist es auch naheliegend, Formen freien Arbeitens bereits in der 5. Klasse mit Maßnahmen zur Förderung des methodischen und sozialen Lernens zu verbinden. Entsprechend orientiert sich Freiarbeit am SGL an einem erweiterten Lernbegriff, der die einseitige Ausrichtung auf rein rezeptives, inhaltlich-fachliches Lernen überwinden möchte. Offene Lernsituationen in der Freiarbeit ermöglichen darüber hinaus eine veränderte Beziehungsstruktur zwischen Lehrenden und Lernenden, in der Schülerinnen und Schüler stärker als Partnerinnen und Partner im Lernprozess wahrgenommen werden können. So trägt Freiarbeit wesentlich dazu bei, nicht nur kooperatives Lernen zu fördern, sondern auch das Schüler-Lehrer-Verhältnis neu zu bestimmen.

Am SGL begegnet Freiarbeit den Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe als zeitlich begrenzte Alternative zum sonst üblichen Klassenunterricht zweimal pro Schuljahr innerhalb eines Zeitraumes von jeweils fünf Wochen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik - weitere Fächer können hinzu kommen - mit je einer Stunde pro Woche. In jeder Klassenstufe wird eine der beiden fünfwöchigen Freiarbeitsphasen jeweils fächerübergreifend zu einem bestimmten Themenschwerpunkt durchgeführt (in Klasse 5 „Tiere“, in Klasse 6 „Kinder in aller Welt“). Die Beschränkung auf die Erprobungsstufe soll in den kommenden Schuljahren aufgehoben werden: Es ist das Ziel aller an der Entwicklung des Freiarbeitskonzeptes Beteiligten, auch höhere Klassenstufen in den Offenen Unterricht einzubeziehen.




Pädagogische Schulentwicklung

Die Organisationsform

Bestimmend für diese Arbeit ist die Zusammenarbeit der Fachschaft Musik mit Instrumentallehrern der Städtischen Musikschule Löhne, die die Schüler gemeinsam mit den Musiklehrern des Gymnasiums in einer der beiden Musikstunden pro Woche in Gruppen unterrichten. Die zweite Wochenstunde findet unter der Leitung des für diese Klasse eingesetzten Schulmusikers statt.

Die Musikinstrumente werden den Schülern für zwei Schuljahre unentgeltlich geliehen. Die Eltern beteiligen sich an den Personalkosten für die Instrumentallehrer der Musikschule sowie bei der Anschaffung des nötigen Unterrichtsmaterials. Als Übepensum werden in diesem Projekt 15 Minuten am Tag erwartet.

Nach zwei Schuljahren können sich die Schüler entscheiden, ob sie in Einzel- oder Gruppenunterricht bei der Musikschule ihr Instrument weiterführen möchten. In Klasse 7 ist laut Stundentafel kein Musikunterricht, sondern Kunstunterricht vorgesehen. Die Fortführung des Projekts Klassenorchester wird dann in der Form einer AG stattfinden.

Das Projekt ist als sinnvolle Ergänzung zum herkömmlichen Musikunterricht konzipiert, der dadurch in keiner Weise seine Berechtigung verliert: die Organisationsformen befruchten sich gegenseitig, da der traditionelle Musikunterricht aus diesem Projekt heraus Impulse für die Musikpraxis und umgekehrt das Projekt vom traditionellen Musikunterricht Impulse für die theoretische Untermauerung des Gelernten erhält. In diesem Sinne findet eine gegenseitige Verstärkung statt.
Das Projekt findet in ständigem Austausch mit den Eltern, Lehrern und Schülern anderer Schulen statt, an denen dieses Projekt in gleicher oder ähnlicher Weise durchgeführt wird. Die jetzt gefundene und bereits seit 1998 praktizierte Organisationsform ist in keiner Weise als statisch anzusehen, sondern ist im Gegenteil offen für Veränderungen, die sich aus Lernprozessen, sich ändernden Rahmenbedingungen und den Bedürfnissen der Schule ergeben.



Ziele und Inhalte

Erwerb von Grundfertigkeiten im InstrumentalspielDurchführung eines handlungsorientierten Musikunterrichts, in dem traditionelle Inhalte der Musikgeschichte und Musiktheorie in anderer Form als bisher üblich erarbeitet werdenErwerb von Verhaltensformen wie Rücksichtnahme, Zuhörenkönnen und KonzentrationsfähigkeitEinforderung einer gemeinsamen Verantwortung für das Ganze, d.h. für die Klasse als Gruppe, denn nur mit gemeinsamer Anstrengung kann ein Ziel erreicht werden. Dazu gehören auch Konzerte und Auftritte im Rahmen des Schullebens und die Erkenntnis und die Erfahrung, dass es Spaß macht, etwas zusammen zu tun, zusammen auf ein Ziel hinzuarbeiten und eine Gemeinschaft zu sein, in der sich jeder auf den anderen verlassen kannUnterstützung für lernschwächere Schüler, die hier simultan motorisch, haptisch, kognitiv und affektiv gefordert und angeregt werden. Der positive Effekt der hier beschriebenen Projektarbeit ist inzwischen durch Langzeitstudien wissenschaftlich bewiesen.Unterstützung von Kindern, die unter Asthma leiden: viele Ärzte empfehlen in diesem Zusammenhang das Erlernen eines BlasinstrumentesDie Möglichkeit der Binnendifferenzierung: Schüler können sich im Rahmen dieses Projekts gut gegenseitig helfen und fördern. Jeder wird im Rahmen dieses Projekts auch einmal zum Lehrer und/oder kann besonders anspruchsvolle Aufgaben übernehmenSchüler haben eine große beobachtbare Freude an dieser Art des Lernens, die zudem auch „das Lernen lernen“ insgesamt fördertDas Projekt trägt zu einem guten Arbeitsklima bei und erleichtert den Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zwischen Schülern und Lehrern: Musik verbindetEltern lassen sich gut in das Projekt einbinden und zur Teilnahme am Schulleben gewinnenDas Projekt vermag innerhalb des Schullebens positive Impulse zu geben und Akzente zu setzen. Durch dieses Projekt ist bereits mehr Farbe in den Schulalltag gekommen.Das Projekt ist durch die Zusammenarbeit mit der Musikschule ein Baustein eines koordinierten Angebots für Kinder und Jugendliche am OrtDas Projekt stellt einen Baustein innerhalb der Erprobungsstufe dar und ist in das Gesamtkonzept des Lernens und Arbeitens in der Erprobungsstufe eingebunden.

Pädagogische Schulentwicklung

Soziales Lernen

In vielen Lebensbereichen sind Kinder und Jugendliche heute viel früher selbstständig als es die Generation ihrer Eltern oder Großeltern im vergleichbaren Alter war. Zugleich erfolgt der Übergang in den Beruf später und ist auch vielfach schwieriger geworden. Diese Verlängerung der Jugendphase fordert die Jugendlichen immer wieder dazu heraus, über ihre eigene persönliche und soziale Position und über ihre Identität nachzudenken. Dabei fühlen sie sich oft von den Erwachsenen allein gelassen.

Darum erhält die Schule neben der Vermittlung von inhaltlichen und methodischen Kenntnissen und Fähigkeiten eine wachsende Bedeutung, Probleme in der Persönlichkeitsentwicklung von Schülerinnen und Schülern zu erkennen und damit umzugehen. Das bedeutet, dass in der Schule verstärkt und systematisch soziales Lernen stattfinden muss. Dazu gehörendie Entwicklung von Ich-Identität und Wir-Gefühl

die Fähigkeit, die eigenen Stärken zu sehen, aber auch mit den eigenen Schwächen umgehen zu können

die Fähigkeit, mit anderen in einer Gruppe/Klasse konstruktiv zusammenzuarbeiten, gewaltfreie Konfliktlösungsstrategien sowie Grundsätze für ein geregeltes Zusammenleben in der Schule zu entwickeln und anzuwenden.Soziales Lernen beinhaltet darüber hinaus aber auchdie Entwicklung von Toleranz und Empathie

das Zulassen von Gefühlen

die kritische Reflexion traditioneller Geschlechterrollen usw.Soziales Lernen muss in der Schule ständig stattfinden, hat aber in den Jahrgangsstufen 5
(Übergang von der Grundschule zum Gymnasium; Bildung einer neuen Klassengemeinschaft) sowie 7 und 8 (Pubertät; Bedeutung von Gleichaltrigengruppen) eine besondere Bedeutung.

Dabei darf soziales Lernen nicht beiläufig, unregelmäßig oder nach Interessenlage einzelner Lehrerinnen und Lehrer stattfinden, sondern muss fester Bestandteil des Unterrichts werden (z.B. durch ausgewiesenen Stunden im Stundenplan oder fest installierte Projekttage.

Aus diesen Überlegungen heraus ergibt sich für unsere Schule die Notwendigkeit, in einem überschaubaren Zeitraum Konzepte und konkrete Vorhaben zum sozialen Lernen vor allem für die Jahrgangsstufen 7 und 8 zu entwickeln.




Pädagogische Schulentwicklung

Methodenlernen in der Jahrgangsstufe 11

Die gegenwärtige Berufs- und Lebensplanung verlangt von unseren Schülerinnen und Schülern immer mehr Selbstständigkeit und die Fähigkeit, gezielt Informationen zu beschaffen, zu verarbeiten und weiterzugeben. Dies schlägt sich auch in den neuen Richtlinien für die Sekundarstufe II nieder (z.B. Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12).

Außer den fachspezifischen Anteilen gibt es eine Reihe von Anforderungen an die Schülerinnen und Schüler, die durchgängig in allen Jahrgangsstufen und Fächern der Sekundarstufe II gestellt und entwickelt werden. Dazu gehört z. B., selbstständig Referatsthemen zu entwickeln, die Referate zu erstellen und angemessen zu vermitteln. Auch wird den Schülerinnen und Schülern immer mehr die Fähigkeit in Gruppen zu arbeiten und die Ergebnisse ihrer Arbeit angemessen zu präsentieren abverlangt.

Um die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe (auch die neu hinzugekommenen) zu Beginn auf einen einheitlichen methodischen Stand zu bringen, halten wir es im Moment für sinnvoll, diese Anforderungen in sogenannten "Methodentagen" transparent zu machen und die dazugehörigen Fähigkeiten mit ihnen zu entwickeln und zu trainieren.

Mehrere Kolleginnen und Kollegen werden ab Frühjahr 2001 an einer entsprechenden Fortbildung teilnehmen und im Folgenden versuchen, die dort gewonnenen Erkenntnisse in eine Konzeption für unsere Schule umzusetzen. In den nächsten Jahren wird sich dann zeigen, ob die Organisationsform der Methodentage dafür den geeigneten Rahmen bildet.


Internationale Begegnungen

Das Städtische Gymnasium Löhne unterhält eine Reihe von Kontakten zu Schulen im europäischen Ausland sowie in Amerika. Diese internationalen Begegnungen ermöglichen intensive persönliche Beziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern verschiedener Nationalitäten. Durch das Leben in einer Gastfamilie lernen die Jugendlichen Lebensgewohnheiten, Sprache und Kultur eines fremden Landes hautnah kennen. Verständnis für die Andersartigkeit, aber auch das Entdecken von gemeinsamen Interessen fördern den Abbau von Vorurteilen, schaffen Toleranz und sind somit wichtige Elemente der Völkerverständigung.

In den USA unterhält unsere Schule schon seit 1985 regelmäßige Kontakte zu der Highschool in Jasonville und seit kurzem auch nach Columbus / Indiana. Alle zwei Jahre werden jahrgangsübergreifende Besuche von etwa drei Wochen unter Einbeziehung der Osterferien durchgeführt.

Seit dem Jahre 2001 bestehen freundschaftliche Beziehungen zu einer Schule in Dieppe/Frankreich, die durch regelmäßige gegenseitige Besuche in der Jahrgangsstufe 8 charakterisiert sind.

Seit dem Jahr 2002 werden jährlich einwöchige Studienaufenthalte mit Familienanschluss in England (Andover bzw. Frinton-on-Sea) für SchülerInnen der Jahrgangsstufe 8 durchgeführt.

Infolge einer Reise von SchülerInnen und LehrerInnen im Jahre 2002 nach Ghana unterhält unsere Schule partnerschaftliche Kontakte zu einer Schule in Mbem, Westghana. Schüler, Lehrer und Eltern setzen sich seitdem in besonderer Weise für den Weiterbau der Schule, die Verbesserung der Schulbildung der Kinder und den Kontakt zu den Bewohnern des Dorfes ein.
Internationale Begegnungen können auch den Blick für ökonomische und soziale Gegensätze, für Unterversorgung und Armut schärfen. Darum sind die Kontakte des SGL mit Afrika von besonderer Bedeutung für die Jugendlichen. Unsere Schule verbindet diese Beziehungen mit materieller und personeller Hilfeleistung für eine „Partnerschule“ in Ghana.
Im Jahre 2002 fand eine außergewöhnliche „Reise der Begegnungen“ nach Ghana und Togo von Oberstufenschülern und drei Lehrern statt, aus der sich intensive Kontakte zu einer Schule in Mbem, Westghana ergeben haben. Schüler, Lehrer und Eltern unserer Schule haben sich bisher an einem besonderen Projekttag („Afrikatag“) und zahlreichen einzelnen Aktionen für den Weiterbau der Schule und den Kontakt zu den Bewohnern des Dorfes engagiert.
Insgesamt stellen die internationalen Begegnungen eine Ausweitung des Fahrtenprogramms der Sekundarstufe I mit dem zweiwöchigen Aufenthalt der Jahrgangsstufe 6 im Schullandheim auf Wangerooge sowie den einwöchigen Fahrten der Jahrgangsstufe 10 dar.

Medienbildung

Theaterspiel in Unterricht und AG

Am unserer Schule findet Theaterspielen regelmäßig in den Literaturkursen der Sekundar-
stufe II sowie daneben außerunterrichtlich in einer AG statt. Im Schuljahr 2000/2001 wird zusätzlich dazu eine englische Theater AG für die Sekundarstufe I eingerichtet.
Das Schultheater bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, gemeinsam schöpferisch tätig zu sein. Es fördert soziales Lernen, Kreativität und Phantasie und ist Teil der ästhetischen Bildung. Bei der Wahl angemessener Ausdrucksformen entwickeln die Beteiligten szenisch gebundene, körpersprachliche und sprachgestalterische Darstellungsmittel.
Schultheater fördert darüber hinaus das Schulleben und leistet somit einen wichtigen Beitrag zur kulturellen Sozialisation aller Schülerinnen und Schüler. Es vermittelt Einblicke in literarische Tradition und ermöglicht Auseinandersetzungen mit der eigenen Lebenswirklichkeit.

Am Städtischen Gymnasium Löhne sind mit der Aula sehr gute räumliche Voraussetzungen für ein lustvolles und erfolgreiches Schultheaterleben gegeben.
Letzteres gilt in gleichem Maße für das Musikleben der Schule.
Insgesamt soll in dem Bereich Schule als Lebensraum das kulturelle Angebot in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden.

Lernen mit neuen Medien im Unterricht

Die Neuen Medien verändern in einem raschen Tempo unsere Gesellschaft. Die Entwicklung hin zu einer Informations- und Wissensgesellschaft, in der vor allem die Nutzung von Computer und Internet eine entscheidende Rolle spielt, zeichnet sich immer deutlicher ab Diesen Herausforderungen muss sich die Schule stellen. Kompetenzen im Hinblick auf die Nutzung der Neuen Medien stellen eine zentrale Schlüsselqualifikation dar, die jeder Schülerin und jedem Schüler im Laufe der Schulzeit vermittelt werden muss.

Dieser Zielvorstellung fühlt sich auch das Städtische Gymnasium Löhne verpflichtet. Mit großer Unterstützung des Schulträgers sind inzwischen Lösungen erarbeitet und zum Teil bereits realisiert worden, die den Schülerinnen und Schülern die Chance eröffnen, mit den Neuen Medien zu lernen und sich einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang damit anzueignen. So nimmt unsere Schule seit dem Sommer 1997 an dem Projekt „NRW-Schulen ans Netz – Verständigung weltweit“ teil, in dessen Verlauf bereits eine Reihe verschiedener unterrichtlicher und außerunterrichtlicher Aktivitäten z.T. mit Partnerschulen in Dänemark und Schweden erfolgreich durchgeführt werden konnten.

Inzwischen wurden für die Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II zwei Kursräume mit insgesamt acht Computern eingerichtet, die sowohl einen Zugang ins Internet als auch die multimediale Anwendung von Lernsoftware ermöglichen. Ein Informatikraum der Schule wurde mit 15 neuen, vernetzten Computern ausgestattet und mit einem kostenlosen Internetanschluss versehen.

Außerdem startet das Städtische Gymnasium – stellvertretend für alle Schulen der Stadt Löhne – ein Pilotprojekt, um den Einsatz von funkgesteuerten Laptops im Fachunterricht der Sekundarstufe II zu erproben.

Ferner werden in der ersten Hälfte des Jahres 2001 im Rahmen der so genannten „e-nitiative“ der Landesregierung die Klassenräume der fünften Klassen mit Medienecken ausgestattet.

Eine neue Mediothek soll Schülerinnen und Schülern sowie Lehrerinnen und Lehrern die Möglichkeit eröffnen, mit Büchern und Computer zu arbeiten.

Um den hier skizzierten Anforderungen im Umgang mit den Neuen Medien gerecht zu werden, ist es notwendig, auch den Lehrenden das notwendige Wissen zu vermitteln. Nur Lehrerinnen und Lehrer, die selbst Medienkompetenz besitzen, können die an sie gerichteten Anforderungen erfüllen. Den Lehrerinnen und Lehrern des SGL wird deshalb im Schuljahr 2000/2001 die Möglichkeit geboten, sich für die Nutzung der Neuen Medien in ihrem Unterricht zu qualifizieren.

Zu den künftigen Aufgaben wird es gehören, pädagogische und didaktische Konzepte zu entwickeln, die es erlauben, die Neuen Medien sinnvoll in den jeweiligen Fachunterricht zu integrieren und dabei gleichzeitig zu einem konstruktiv-kritischen Umgang mit den neuen Technologien insgesamt zu erziehen. Daran wird das Städtische Gymnasium Löhne verstärkt arbeiten.




Schule als Lebensraum

Schulgeländegestaltung

Nach einzelnen Schulgeländeprojekten in früheren Jahren (z. B. Feuchtbiotop, Obstwiese, Baumpflanzaktionen) wurde 1997 die SGL-Park-AG gegründet und in Zusammenarbeit mit der "Holunderschule" (Deutsche Umwelthilfe/Hannover) ein Umgestaltungsplan für das gesamte Schulgelände entworfen. Nach der Devise von Hein Benjes (Gründer der Holunderschule) "kantige Schule - grantige Kinder", wurde versucht, die meist rechteckigen Anlagen durch natürliche Formen zu ersetzen. Dies soll positive Auswirkungen
auf das Verhalten der Schüler haben (weniger Aggressivität, weniger Zerstörungswut). Außerdem werden die Jugendlichen angeregt,
sich wieder mehr mit der Natur zu beschäftigen (beobachten, fühlen, hören, riechen, schmecken).

In der Projektwoche im Frühjahr 1998 wurde von über 100 Schülern, einigen Eltern und Kollegen u. a. der Schulhof umgestaltet und ein "grünes Klassenzimmer" angelegt. Den Ausbau des Wegenetzes und viele andere handwerklich schwierigere Aufgaben übernahm die EUWATEC in einer Maßnahme des Arbeitsamtes Herford und der Stadt Löhne. Daraufhin konnte das Pausengelände erweitert werden.
Die SGL-Park-AG, die z. Zt. hauptsächlich aus Schülerinnen und Schülern der Klassen 5 und 6 besteht, trifft sich alle 2 Wochen und beschäftigt sich mit Pflege- und Pflanzarbeiten. Einige Werkzeuge sind bereits angeschafft worden.

Ziele der SGL-Park-AG für die nächsten 3 - 4 Jahre:Weitere Umgestaltung des Schulhofs und des Schulgeländes nach den Bedürfnissen der SchülerInnen und LehrerInnen (Ideen: "Aktive Pause", Trimmpfad, Hüpfspiele, Trinkbrunnen, Erweiterung des Fahrradstandes, Neubaugelände?, usw.)

Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten des Schulgeländes für den Unterricht ("grünes Klassenzimmer", Biologie, Kunst, evtl. andere Fächer)

Sensibilisierung der SchülerInnen für die Natur (Schulgeländeführungen f. neue Klassen 5, evtl. Klassenprojekte)

Anbau von Bio-Gemüse und Obst (Kostproben in der großen Pause)

Naturschutz auf dem Schulgelände (z. B. Bau von weiteren Nistmöglichkeiten und Anlage von Biotopen)

Ausbau der Zusammenarbeit mit Schulamt, Bauhof, EUWATEC o. ä.

Im Rahmen einer umfassenderen Zielsetzung, die dem Prinzip der Nachhaltigkeit in Anlehnung an die AGENDA 21 verpflichtet ist, wird an die Durchführung eines Öko-Audits gedacht, das bereits an unserer Schule implementierte Elemente wie Mülltrennung und Müllvermeidung sowie die Energiesparaktivitäten der entsprechenden AG aufgreifen und letztlich der Verknüpfung aller Umweltaktivitäten zu einem Gesamtkonzept dienen soll.



Sportleben

Den außerunterrichtlichen sportlichen Aktivitäten wird am SGL traditionell eine große Bedeutung beigemessen. So nehmen unsere Schulmannschaften regelmäßig mit erfreulichem Erfolg an Wettkämpfen auf Kreis-, Bezirks- und teilweise auch Landesebene teil. Dabei liegen unsere Schwerpunkte in den Bereichen Badminton, Fußball, Leichtathletik, Tennis und Volleyball. Diese erfolgreiche Arbeit weiter fortzuführen und ggf. punktuell weiter auszubauen sowie die Aktivitäten im Bereich des Breitensports zu sichern ist als Ziel für die nächste Zukunft vorgesehen.

Schule als Lebensraum

Pädagogische Schulentwicklung

  • Freiarbeit in den Klassenstufen 5 und 6
  • Berufswahlorientierung
  • Beratung und Lebensorientierung
  • Internationale Begegnungen
  • Klassenorchester
  • Einsatz neuer Medien