Aus der Presse

»Die Kunst hat ihre eigene Sprache« Deutsche und französische Schüler besuchen die Jugendkunstschule in Löhne Von Louis R u t h e L ö h n e (LZ). 35 Schüler des städtischen Löhner Gymnasiums und des Collège Alexandre Dumas aus Dieppe lernen sich in der Jugendkunstschule näher kennen. Neben einem Theaterstück malen die Austauschschüler unter dem Motto »Im Auge behalten« an zwei Werken des Streetartkünstlers Banksy. »Kunst verbindet, trotz anfänglicher Sprachbarrieren verstehen sich die Jugendlichen super und arbeiten toll zusammen«, sagt Jürgen Schwartze von der Jugendkunstschule Löhne. Bereits zum dritten Mal besuchen die Austauschschüler während ihres Aufenthaltes in Löhne die Jugendkunstschule. Zusammen führen zwölf Schüler, jeweils sechs von jeder Schule, ein Theaterstück auf. »Wir wissen selber nicht, was gleich auf uns zukommt«, sagt Anne Lothon, Lehrerin am Collège Alexandre Dumas in Frankreich. Ein kleiner Drache liegt anfangs auf dem Boden. Eine gelbe Linie markiert die deutsch-französische Landesgrenze. »Wir berichten live vom Fundort eines Drachen an der Grenze zu Frankreich«, tritt einer der Löhner Gymnasiasten in den Vordergrund. Kurz darauf verkünden die französischen Schüler selbiges. Auch sie berichten für ihre Schüler von dem merkwürdigen Vorfall an der Grenze. Wenig später erheben beide Länder einen Anspruch auf den Fund. »Ich gehöre niemandem«, schreit der Drache auf. Der kurze Streit wird beigelegt und die Schüler bezeichnen den Fund letztendlich als einen Gewinn der deutsch- und französischen Zusammenarbeit. In dem zweiten Projekt der Schüler sind zwei Streetart-Bilder des Künstlers Banksy umgestaltet worden. Mit Handabdrücken und Friedenszeichen versehen die Schüler die beiden Werke. »Ein Bild bekommen die Schüler mit nach Frankreich. So bleibt etwas von dem Besuch«, sagt Christiane Stelter von der Jugendkunstschule. Gemeinsam halten die Schüler den Fund für ihre Länder fest. Auf der linken Seite die Schüler des städtischen Gymnasiums Löhne, auf der rechten Seite die des Collège Alexandre Dumas. Foto: Louis Ruthe Quelle: WESTFALEN-BLATT Nr. 19, LOKALES LÖHNE, Samstag / Sonntag, 23./ 24. Januar 2016   Mit dem Besen über Schottland

500

  

Schüler

des

 

Städtischen

  

Gymnasiums

 

sehen

 

Multivisionsreportage

VON   ANTONIA   WEGENER Zauberhaftes   Schottland  | FOTO:   NW Löhne. Dudelsäcke, Kilts und unzählige Castle: Für viele ist Schottland ein mystischer und romantischer Ort. Im September treffen die  Schotten eine Entscheidung darüber ob sie die Besonderheiten bald allein ihr Eigen nennen können. Mit dem Unabhängigkeits-Referendum  könnte das britische Königreich bald einen Mitgliedstaat weniger haben. Das Löhner Gymnasium nahm die Volksabstimmung zum Anlass, das  facettenreiche Land in einer Projektwoche besser kennen. Erstes Highlight: Ein multimedialer Vortrag in der Werretalhalle Das tiefe Moor in den Highlands, das mittelalterliche Edinburgh und die Inseln hoch im Norden: Der Naturfotograf und Lehrer Gereon Roemer  ist mit schottischen Motiven aus Krefeld in die Werrestadt gereist. Er präsentiert passend zur Projektwoche im Städtischen Gymnasium  Löhne (SGL) eine Multimediashow. Denn das Herz der Schule schlägt diese Woche für das Tartanmuster. So bauen die Gymnasiasten  im Physikunterricht Dudelsäcke und lernen in Deutsch schottische Märchen. Englisch- und Musiklehrer Christian Tiedemann erklärt: "Der eigentliche Anlass für die Projektwoche ist die Volksabstimmung im Herbst."  Besonders die Englisch- Leistungskurse hätten die Unabhängigkeitsbestreben thematisiert. "Am 18. September wird es spannend." Multimedia  |   FOTO: ANTON Denn bisher sind die Schotten noch unentschlossen, was die Trennung vom Vereinten Königreich betrifft. Knapp ein Drittel ist für die Unabhängigkeit, ein Drittel dagegen und ein weiteres noch unentschlossen. Die Schottische Nationalpartei, die mit einer absoluten Mehrheit im  Landesparlament regiert, setzt alles daran, die Unentschlossenen für die Souveränität zu gewinnen. Einige Schüler lernten Schottland bereits hautnah auf der Abschlussfahrt in der 12. Wieder andere haben schon einen Teil ihrer Schulzeit im Norden Großbritanniens verbracht. Die Abiturientin Stefanie Mühlbächer lernte für drei Monate das schottische Lebensgefühl kennen. In der Hauptstadt Edinburgh besuchte sie eine schottische Schule. "Die Schotten sind gastfreundlich und die Landschaft ist atemberaubend." Stefanie hat die Schotten als ein stolzes und selbstständiges Volk kennengelernt. "Meine schottische Gastfamilie, die Boys, sind jedoch gegen die Unabhängigkeit." Ihnen sei die finanzielle und wirtschaftliche Situation ihres Landes zu unsicher, wenn man sich vom restlichen Königreich trenne. "Viele in der Bevölkerung haben das Gefühl, die schottische Nationalpartei argumentiere nicht wirtschaftlich, sondern lediglich emotional." Bisher hat Stefanie noch kein anderes Volk auf der britischen Insel kennengelernt. Doch nach ihrem Schulabschluss ändert sich auch das. "Im Sommer gehe ich als Au Pair für ein Jahr in die Nähe von London. Sie wird das Referendum hautnah miterleben. Auch ihre englische Gastfamilie, die Luckins, sind gegen die Unabhängigkeit. "Meine englischen Gasteltern sehen die Schotten schon als sehr unabhängig an." Das schottische, walisische und nordirische Parlament hätte eine ähnliche Entscheidungsgewalt wie die deutschen Landesparlamente. "Sie glauben, die Schotten überschätzten die Symbolik, nach Hunderten Jahren endlich die Unabhängigkeit von England zu erreichen." Auch sie seien überzeugt, dass man die wirtschaftliche Problematik nicht bedenke. Während des MulitmediaVortrags machen sich die Schüler jedoch keine Gedanken über das Votum. Sie genießen die vielen Facetten während der bildgewaltigen Show. Ob die Schotten ihre Burgen, Seen und das Hochland bald ihr alleiniges Eigen nennen können, oder es weiterhin Teil des Vereinten Königreichs bleibt, entscheidet sich. Quelle: http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/top_news_kreis_herford/ 10504047_Mit_dem_Besen_ueber_Schottland.html Der erste Ausflug mit der ganzen Schule 980   Schüler   und   80   Lehrer   des   Städtischen   Gymnasiums   fahren   gemeinsam   zur   Nordwestdeutschen Philharmonie VON JILL JOHANNING Begeisterte Gesichter | FOTO: JILL JOHANNING   Löhne. "Es ist das erste Mal, dass wir mit der ganzen Schule zu einer Veranstaltung fahren", sagt Musiklehrer Christian Tiedemann. "Es ist toll, dass alle Schüler und Lehrer des Städtischen Gymnasiums Löhne an dem Ausflug teilnehmen können." Bis zum letzten Platz ist der Konzertsaal im Schützenhof gefüllt. "Wir freuen uns sehr, euch alle hier begrüßen zu dürfen", sagt die Zwölftklässlerin Lisa Niermann. Zusammen mit Jonas Becker moderierte sie das Konzert. "Heute hören wir die schottische Symphonie von Felix Mendelssohn Bartholdy, gespielt von der Nordwestdeutschen Philharmonie." "Vor ungefähr einem Jahr haben wir begonnen, den Ausflug zu organisieren", sagt Tiedemann. "Es musste natürlich vorher alles genau geplant und abgesprochen werden. Außerdem mussten wir uns nach dem Dienstplan der Philharmonie richten. " Zum ersten Mal seien alle 980 Schüler und 80 Lehrer zusammen zu einer Veranstaltung gefahren. "Mit 15 Bussen wurden wir nach Herford gebracht", sagt der Musiklehrer. Der Ausflug sei der gemeinsame Abschluss der Projektwoche zu dem Thema Schottland gewesen. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis des heutigen Tages. Es hat alles gut geklappt und es war ein tolle Erlebnis." Nach der Einleitung zu Beginn der Vorstellung führte Jonas ein Interview mit der Dirigentin Anja Bihlmaier. "Das Stück klingt sehr farbig und fröhlich", antwortete Bihlmaier auf die Frage, welche Eindrücke das Stück vermittle. "Ich war zwar noch nie in Schottland, aber wenn ich das Stück höre, kann ich mir genau vorstellen, wie es sein muss, dort zu sein." Auch eine Lieblingsstelle habe die Dirigentin. "Am besten gefallen mir die temperamentvollen Stellen, an denen ich den Wind und den Sturm raushören kann. Vielleicht hört ihr sie ja auch", sagt sie. Nach dieser Herausforderung und begeistertem Applaus spielten die Musiker den ersten und zweiten Satz der Symphonie. Nach einer langsamen Einleitung nahm das Tempo des Stückes zu. Schnell wurden die Stimmungen und Eindrücke deutlich, die Mendelssohn bei seinen Aufenthalten in Schottland hatte. Während die Nordwestdeutsche Philharmonie spielte, hörten die zirka 1060 Besucher des Städtischen Gymnasiums Löhne gespannt zu. Nach dem letzten Ton ernteten die Musiker lauten Applaus. Zwischen dem zweiten und dritten Satz sprach Moderator Jonas mit dem Soloflötisten Johannes Heckmaier. "Um in dem Orchester mitspielen zu können, muss man sich vorher bewerben", sagt Heckmaier. "Erst nach einem Probespielen wird dann entschieden, ob man Teil der Nordwestdeutschen Philharmonie wird." Nach dem kleinen Interview folgten der dritte und vierte Satz, die, wie auch die ersten beiden Sätze, zirka 20 Minuten dauerten. Nach dem vierten Satz gab es für die Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie langanhaltenden Applaus von den Schülern und Lehrern. "Das Stück hat mir wirklich sehr gut gefallen", sagt die Moderatorin Lisa nach der Veranstaltung. "Es war abwechslungsreich und sehr beeindruckend. Auch das Moderieren hat viel Spaß gemacht, war aber auch eine Herausforderung." Schließlich spreche man nicht jeden Tag vor über 1000 Menschen. Quelle: http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/loehne/loehne/10513444_Der_erste_Ausflug_mit_der_ganzen_Schule.html Musikalische Hiobs-Botschaft Projektgruppe des Gymnasiums komponiert den Soundtrack für eine Literaturvertonung VON JÜRGEN NIERSTE Selbst geschrieben und eingespielt | FOTOS: JÜRGEN NIERSTE Löhne. Ob zu Darth Vader aus Star Wars oder zu Winnetou aus den Karl-May- Filmen: Wenn die Hauptfigur auftritt, ertönt dazu eine ganz bestimmte Musik - mal dunkel, düster und in Moll wie bei Vader oder wohlklingend und einschmeichelnd wie bei Winnetou. Etwas Vergleichbares verfolgen in diesem Schuljahr 13 Schüler des Gymnasiums, die die Musik für eine Vertonung des Romans "Hiob" von Joseph Roth komponieren. Gestern Vormittag traf sich der Q-1-Projektkurs von Musiklehrer Ingo Daus im Tonstudio der Musikschule, um die Werke einzuspielen. Die Romanvorlage durften die Schüler selbst aussuchen. "Hiob ist sowieso Abitur-Pflichtlektüre in Deutsch, also war diese Wahl naheliegend", so Ann- Christin Prüße. "In dem Buch werden viele sehr unterschiedliche Charaktere geschildert, die musikalisch natürlich auch entsprechend unterschiedlich dargestellt werden müssen", ergänzt Henrieke Kahn. Info: Roman "Hiob" Der Roman "Hiob" des Schriftstellers Joseph Roth erschien 1930. Joseph Roth lebte von 1894 bis 1939; er stammte aus Brody (Ostgalizien, damals Teil von Österreich- Ungarn, heute Teil der Ukraine). Die Hauptfigur Mendel Singer ist dem alttestamentarischen Hiob nachempfunden. Erzählt wird sein von Schicksalsschlägen geprägtes Leben. Orte der Handlung sind das fiktive Schtetl Zuchnow im zaristischen Russland und New York im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ehe es ans Komponieren ging, war für die Gymnasiasten zunächst einmal Beschäftigung mit dem Roman angesagt: Was für Typen sind die Hauptfiguren (Mendel, Jonas, Mirjam, Menuchim, Mac): Sind sie vielleicht schüchtern? Lebhaft? Aufbrausend? Klug? Was erleben sie in der Romanhandlung? . . . und so fort: Ihre kennzeichnenden Eigenschaften und Erlebnisse sollen sich ja in der Musik widerspiegeln. Das Komponieren war für die Schüler anschließend ziemliches, aber nicht vollständiges Neuland. "Es ist gar nicht so schwer, am Klavier etwas  zu improvisieren, das vielleicht ganz gut zur jeweiligen Figur passt. Eine ganz andere Sache ist es aber, das dann anschließend alles aufzuschreiben", sagt Pianist Sahan Arslan. "Zu komponieren ist nicht einfach. Aber es macht auch Spaß", fügt er an. Genau wie Sahan spielen auch die anderen Projektteilnehmer mindestens ein Instrument. Schlagzeug, Bass, Posaune, Klavier, Gitarre, Querflöte, Klarinette - sie alle kommen für den Hiob-Soundtrack zum Einsatz.   Projektgruppe "Der Roman spielt wesentlich im jüdisch-orthodoxen Milieu, was sich stilistisch in der Musik wiederfinden soll", erklärt Musiklehrer Ingo Daus. Einflüsse aus der Klezmermusik, aber auch die Anfänge des Jazz, der zur Zeit, in der "Hiob" spielt, gerade aufkam, finden sich in den Kompositionen der Gymnasiasten wieder. Die Aufnahmen im Tonstudio der Musikschule bildeten den Höhepunkt, aber noch nicht den Abschluss dieses Projektes, das zum ersten Mal durchgeführt wurde. "Dazu gehört auch noch ein öffentliches Konzert im Juni, in dem wir die Stücke spielen werden. Außerdem arbeiten wir noch an einer Internet-Homepage, auf die wir unsere Stücke hochladen", kündigt Sahan Arslan an. "Unser neues Tonstudio ist für die Aufnahmen ideal. Wir unterstützen dieses kreative und zeitaufwendige Projekt des Gymnasiums und stellen unsere Räume und Technik gern zur Verfügung", sagt Musikschulleiter Gerd Sowa. Quelle: http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/loehne/loehne/11130623_Musikalische_Hiobs-  Botschaft.html Viele Chancen ein Instrument zu lernen Serie Neue Musikschule (13) Gemeinsame Projekte mit den allgemeinbildenden Schulen VON SUSANNE BARTH Querflötistinnen | FOTO: BARTH Löhne. Die Noten der Star Wars Saga sitzen, auch den Rock-Klassiker "Smoke on the water" können Wiebke, Juliane und Raphael im Schlaf spielen. Viel geübt haben die Schüler des Mittelstufenorchesters dafür mit Lehrern des Gymnasiums sowie Fachlehrern der Musikschule. Denn das Orchester ist eine Kooperation von Schule und Musikschule. Viele Zusammenarbeiten dieser Art gibt es in Löhne, denn die Musikschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele Menschen mit Musik in Verbindung zu bringen. "Musik verbindet, Musik macht schlau, Musik macht Spaß", wirbt Gerhard Sowa. Der Leiter der Musikschule versucht durch die Schulkooperationen viele Kinder an ein Instrument heranzuführen. "Viele würden sonst an Musik vorbeigehen." Deswegen beginnt die Zusammenarbeit auch in der Grundschule. "Mit dem Projekt Kultur entdecken erreichen wir alle Kinder", sagt Sowa. Denn wirklich alle Erstklässler erhalten eine musikalische Grundausbildung, dürfen verschiedene Instrumente ausprobieren und stellen ihr Können am Ende des Schuljahrs auf großen Bühne vor. Mit der kostenlosen Musikstunde für die Erstklässler sind die Kooperationen noch längst nicht abgeschlossen. "Im Gymnasium gibt es mittlerweile fünf Musikklassen, in der Gesamtschule zwei", zählt Sowa auf. Hierbei teilen sich die Schule und die Musikschule die Arbeit 50:50 auf. Musikschulfachkräfte erteilen den jungen Musikern in der Schule dann instrumentalen Fachunterricht. "Das Expertenwissen ist ein großer Vorteil der Kooperation", sagt Christian Tiedemann vom Gymnasium, der ein Flötendiplom hat und die Orchesterklasse der 5 und das Oberstufenorchester betreut. Vom Wissen der Fachlehrer der Musikschule zu profitieren, finden auch die Schüler Juliana und Raphael gut. Juliana spielt seit der 1. Klasse Flöte. "In der sechsten habe ich dann mit Querflöte angefangen", erzählt die 14-Jährige. Anders war es bei Freundin Wiebke: "Ich konnte noch nicht Noten lesen, als ich aufs Gymnasium kam." In der fünften Klasse hat Wiebke dann Lust auf Musik gehabt und bei einer Kooperation zwischen Gymnasium und Musikschule mitgemacht: "Da habe ich mich für die Orchesterklasse angemeldet", sagt die 14-Jährige, die sich für die Querflöte entschieden hat. "Wir durften die verschiedenen Instrumente ausprobieren und bei der Querflöte hat das Mundstück gut gepasst", erklärt Wiebke ihre Auswahl. Den Achtklässlern gefällt das Projekt. Sie sind aber auch traurig, dass sie jetzt auseinander gehen. Denn jeweils die Klassen 7 und 8 spielen im Mittelstufenorchester zusammen. "Musik zu machen ist ein toller Ausgleich zu anderen Fächern", sagt Raphael, der im Orchester Saxofon spielt. "Außerdem macht es Spaß in einer Gruppe zu spielen. Und", ergänzt er, "haben wir hier alle gleich angefangen." Gemeinsames musizieren gibt es auch in der Städtischen Realschule. Da heißt das Projekt "Wir sind eine Band". Ob Gitarre, Schlagzeug, Keyboard oder Gesang - die Schüler können sich einen Bereich aussuchen. Die Kooperation startet in der 5. Klasse und läuft zwei Schuljahre lang. Hierbei sollen nicht nur die eigene Stimme trainiert oder ein Instrument erlernt werden, sondern die Schüler erfahren auch, wie es ist gemeinsam etwas zu erreichen. Nach der Schule hören die Kooperationen aber keinesfalls auf. "Im Zusammenarbeit mir der Volkshochschule werden immer wieder Projekte im Erwachsenenbereich angeboten", sagt Sowa. Und die jüngste Kooperation ist die Zusammenarbeit aller Löhner Posaunenchöre und Blasorchester im Löhner Bläserkonvent. Quelle: http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/loehne/loehne/11183164_Viele_Chancen_ein_Instrument_zu_lernen.html »Aufnahme läuft!« Projektkurs des städtischen Gymnasiums spielt Eigenkompositionen im neuen Tonstudio der Musikschule ein Freitag, 23. Mai 2014, 03:07 Uhr Von Malte Samtenschnieder Löhne (WB). Das neue Tonstudio der Musikschule Löhne ist gestern erstmals für pädagogische Zwecke genutzt worden. 13 Schüler eines Projektkurses des städtischen Gymnasiums nahmen darin verschiedene Eigenkompositionen auf. Diese hatten sie seit Schuljahresbeginn im Unterricht bei ihrem Lehrer Ingo Daus erarbeitet. Als Vorlage für die selbstverfassten Musikstücke diente den Schülern der Q1 – sie machen im nächsten Jahr ihr Abitur – der Roman »Hiob«. Daraus haben die Nachwuchskomponisten in den vergangenen Monaten sieben eigenständige Werke von einer Länge bis zu zwei Minuten entwickelt. »Thematisch basiert unser Projektkurs auf den Fächern Deutsch und Musik«, erläutert Lukas Büscher (17) im Gespräch mit der LÖHNER ZEITUNG. Da fast alle Teilnehmer ein Instrument spielten, habe sich in der Anfangsphase schnell der Wunsch herauskristallisiert, selbst etwas zu komponieren. »Wir hätten alternativ beispielsweise auch ein Musical aufführen können«, sagt Lehrer Ingo Daus. Dass die selbstgeschriebenen Stücke im Wesentlichen für Kammermusikbesetzungen geeignet seien, ergebe sich aus den verfügbaren Instrumenten. Jonas Niedermowe (16): »An einigen Stellen ist aber neben dafür typischen Instrumenten wie Holzbläsern, Geige und Klavier zum Beispiel auch eine Bassgitarre dabei.« In einem ersten Schritt setzten sich die Oberstufenschüler intensiv mit den Charakteren der Romanvorlage auseinander. »Danach haben wir überlegt, wie wir deren verschiedene Eigenschaften musikalisch umsetzen können«, erklärt Jonas Niedermowe. Schließlich müsse sich eine zierliche Person anders anhören als eine schwergewichtige. Auch unterschiedliche Gemütszustände hätten bei den Überlegungen eine Rolle gespielt. Lukas Büscher: »Melancholie haben wir durch Moll-Tonarten, Fröhlichkeit durch Dur-Tonarten wiedergegeben.« Bei der praktischen Umsetzung griffen die Gymnasiasten auf gängige Kompositionsverfahren zurück. »Wir haben zum Beispiel die Leitmotiv- Technik verwendet«, sagt Jonas Niedermowe. Auf der Basis von vier bis 16 Takte langen Grundmotiven sind laut Lukas Büscher danach unterschiedliche Harmonisierungen entstanden. Wie es sich für gewissenhafte Nachwuchskomponisten gehört, haben die Schüler ihre Kompositionen in Notenschrift festgehalten. »Für Improvisationen ist während des Aufnahmetages eher kein Raum«, betont Lukas Büscher. Für einen beschleunigten Pulsschlag sorge das Wissen, dass der eigene Vortrag mitgeschnitten werde, eher nicht. Der 17-Jährige: »Wir haben die Stücke ja selbst komponiert, wissen, wo die Schwierigkeiten liegen, und konnten uns darauf vorbereiten.« Musikschulleiter Gerhard Sowa ist erfreut über den Feuereifer, mit dem die Gymnasiasten die Aufnahme vorbereitet haben und durchführen: »Wir stellen unsere Studiotechnik und unsere Räume gern für pädagogische Zwecke zur Verfügung.« Es gebe auch Überlegungen, für Interessierte spezielle Recording-Kurse anzubieten. Mit dem Verlauf des erstmalig in dieser Form durchgeführten Projektkurses ist auch Lehrer Ingo Daus zufrieden. Insbesondere dank der Teilnahme an der Bläserklasse, die das Gymnasium in Zusammenarbeit mit der Musikschule anbiete, verfügten die meisten der beteiligten Schüler über Instrumentalkenntnisse. Die Vielfalt der entstandenen Stücke spreche zudem für sich. Wer sich die Stücke anhören möchte, hat dazu in Kürze nicht nur auf einer Internetseite des Projektkurses die Möglichkeit. Ein Teil der Stücke wird auch bei einem Sommerkonzert am Mittwoch, 18. Juni, im städtischen Gymnasium zu hören sein. Aller Voraussicht nach wird die Veranstaltung um 17 Uhr beginnen. Der Eintritt ist frei. Quelle: http://www.westfalen-blatt.de/nachricht/2014-05-23-aufnahme-laeuft-9392796/1282/   Millioneninvestition ins Gymnasium Sanierung und Umbau der Schule laufen / Anbau für das Lehrerzimmer wächst VON DIRK WINDMÖLLER Arbeitet mit der Betonpumpe | FOTO: DIRK WINDMÖLLER   Löhne. Polier Bernd Grün streicht mit der Maurerkelle den Beton glatt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Dietmar Beckord arbeitet er auf der Baustelle des Gymnasiums. Die Arbeiten am Fundament für den neuen Verwaltungstrakt sind fast beendet. In der kommenden Woche werden die Bodenplatten verbaut. Ins Gymnasium werden in den nächsten Jahren nach Schätzungen von Baudezernent Wolfgang Helten rund 9 Millionen Euro investiert. An die Bauarbeiten werden sich Schüler und Lehrer gewöhnen müssen. Mehrere Jahre werden Sanierung und Umbau der Schule dauern. "Wir freuen uns, dass nach jahrelangen Planungsarbeiten unser Konzept endlich umgesetzt wird", freut sich Schulleiterin Anja Backheuer. Bisher laufe alles nach Plan. "Während der Abiturprüfungen haben wir zum Beispiel Baustopp", sagt die Schulleiterin. Die Fäden laufen bei Matthias Kreft, Leiter der städtischen Immobilienwirtschaft und seiner Kollegin, der Di-plom-Ingenieurin Christine Harodt zusammen. Seit Monaten planen die Fachleute Sanierung und Umbau. Info Das Projekt Die Sanierung und der Umbau des Gymnasiums ist die größte Löhner Schulbaumaßnahme der letzten Jahre. Die Arbeiten werden Jahre   dauern. Größere lärmintensive Arbeiten sind nur in den jeweiligen Ferien möglich. Schon lange wünscht sich die Schule eine pädagogisch zeitgemäße Umgestaltung. Zuletzt war an der Schule eine Mensa gebaut worden. Die ersten Schritte sind schon sichtbar. Unmittelbar am Altbau entsteht das neue Lehrerzimmer. "Das alte Lehrerzimmer war für 40 Lehrer geplant, aktuell unterrichten 84 Lehrer am Gymnasium. Da wurde es höchste Zeit, mehr Platz zu schaffen", sagt Christine Harodt. Die Bauarbeiten für die Erweiterung der Verwaltung sind nur ein kleiner Teil des großen Projekts. In den letzten Monaten wurde an vielen Stellen innerhalb des Gebäudes gearbeitet. "Wichtig war zunächst, die erhöhten Brandschutzauflagen zu erfüllen. Da müssen wir Fristen einhalten", sagt Kreft. So musste im vergangenen Jahr die Holzvertäfelung, die als Wandverkleidung im Verwaltungstrakt diente, wegen des Brandschutzes entfernt werden. In diesem Jahr werden unter anderem mehr Fluchtwege aus dem Gebäude entstehen. "Jeder Schüler und jeder Lehrer muss im Brandfall das Gebäude nach maximal 35 Metern verlassen können", sagt die Ingenieurin. Nächstes Problem beim Brandschutz sind die Stahlbetondecken im Gebäude. Die Stahlträger müssen mindestens mit einem Zentimeter Beton nach außen umgeben sein. An vielen Stellen, wo die Deckenverkleidungen entfernt sind, kann man den Stahl jedoch herausragen sehen. Im Brandfall könnten die Träger schnell schmelzen und die Statik des Gebäudes gefährden "Um dieses Problem zu lösen, könnte eine Rauchmeldeanlage die Option sein." Diese könnte dann so früh auslösen, dass Schäden an der Substanz begrenzt werden. Parallel zu den umfangreichen Arbeiten laufen die Schadstoffsanierungen. Oberhalb der Deckenverkleidung wurden "Künstliche Mineralfasern" (KMF) als Dämmung verlegt. Diese sind unbedenklich, wenn sie dort bleiben, wo sie sind. "Wenn man an sie rangeht, dann werden Schadstoffe freigesetzt." Und so werden nach und und alle Decken saniert. Ein Schadstoffproblem gibt es auch an der Fassade. Dort sind die Fugen mit dem Stoff PCB belastet. "Auch dort droht keine akute Gefahr, trotzdem müssen wir da ran", sagt Kreft. Brandschutz und Schadstoffsanierung sind nur ein kleiner Teil es Mammutprojekts. "Lehrer, Schüler und Eltern haben ein Konzept für eine zeitgemäße Umgestaltung des Gymnasiums nach aktuellen pädagogischen Anforderungen erarbeitet. Dieses Konzept ist die Grundlage für unsere Planungen, die wir immer wieder eng mit der Schule abstimmen", erklärt Kreft. Die Planungen bei der Stadt befinden sich in der Endphase. In der nächsten Sitzung des Schulausschusses, die bald nach den Sommerferien geplant ist, sollen verschiedene Varianten vorgestellt werden. "Da geht es um schulische und bautechnische Anforderungen, aber natürlich auch um die Finanzierung. Kreft rechnet je nach Variante, über die der Schulausschuss dann beschließen wird, mit einer Bauzeit zwischen drei und fünf Jahren. Quelle: http://www.nw-news.de/owl/kreis_herford/loehne/loehne/11131912_Millioneninvestition_ins_Gymnasium.html   Von den Profis viel gelernt Gymnasiasten und Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie geben Konzert Von Anna Pia M ö l l e r Björn Bockfeld dirigiert das Orchester. Foto: Anna Pia Möller L ö h n e (LZ). Ein hohes Maß an Einsatz und Disziplin haben die Schüler des berstufenorchesters des städtischen Gymnasiums am Dienstag unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit Lehrern der Musikschule Löhne und Berufsmusikern der Nordwestdeutschen Philharmonie haben die Blasmusiker ein Konzert gegeben, das die Zuschauer restlos begeisterte. »Die Schüler wollten wirklich ihr Bestes geben«, sagte Lehrer und Leiter des Orchesters, Christian Tiedemann. Um die Kooperation mit den Berufsmusikern eingehen zu können, mussten die Schüler ihre Leistungen innerhalb eines halben Jahres noch einmal deutlich steigern. So hätten sie zum ersten Mal das Original der Filmmusik aus »Herr der Ringe« erarbeitet. »Zuvor haben wir nur Arrangements gespielt«, sagte Christian Tiedemann. Bereits während der Probenphase hatten die Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie die Proben besucht und ihr Wissen an die Schüler weiter gegeben. Am Dienstagvormittag hatten sie zudem in Workshops mit den Schülern gearbeitet. »Das ist eine Erfahrung fürs Leben. Ich habe unglaublich viel gelernt«, sagte Vanessa Potthast aus der Q1. Das Gelernte konnten die Beteiligten am Abend stolz präsentieren. In der voll besetzten Aula gaben sie ihr Programm aus Film-, Musical- und Popmusik zum Besten. Als Jonas Niedermowe sein Drum-Solo vortrug, brach das Publikum in lauten Jubel aus. Bei dem Elton-John-Medley wurde es hingegen atmosphärisch. Mit bunten Knicklichtern schunkelten die Zuhörer im Takt mit. Direkt nach Abschluss des letzten Liedes brach lauter Applaus aus, sodass die Beteiligten um eine Zugabe nicht  herumkamen. Noch einmal spielten sie den »Gangnam Style «, wobei einige Schüler aus dem Publikum auf den Stühlen tanzten – und das wohl ausnahmsweise zur Freude ihres Lehrers Tiedemann. »Es war mal wieder ein Genuss«, sagte Katrin Blöbaum nach Ende des Konzerts. Ihr Sohn spiele selbst im Mittelstufenorchester der Schule. »Daher sind wir bei solchen Veranstaltungen immer gerne dabei.« Christian Tiedemann hob die Bedeutung der Zusammenarbeit von allen  Beteiligten besonders hervor. »Ohne Teamwork wäre das nicht möglich«, sagte er. Dabei dankte er vor allem Björn Bockfeld und Gerd Sowa von der Musikschule Löhne und natürlich den Musikern der Nordwestdeutschen Philharmonie. Mit dem Projekt nimmt die Schule an dem Wettbewerb »Kinder zum Olymp« teil und ist bereits in der Endrunde. Am 16. Mai wird der Siegerbeitrag gekürt, und auf den Titel rechnet sich Tiedemann gute Chancen aus. »Die anderen Beiträge sind auch interessant,  aber dass die Berufsmusiker hier zu uns in die Schule gekommen sind, ist wirklich etwas Besonderes.«