Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums inszeniert Kriminalkomödie - © Felix Eisele
Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums inszeniert Kriminalkomödie | © Felix Eisele

Löhne Literaturkurs des Löhner Gymnasiums begibt sich auf Verbrecherjagd

17 Schüler inszenieren die Kriminalkomödie „Mörder mögen’s Messerscharf“. Zwei Aufführungen in der Aula der Schule

Wissen sie etwas über den Mord? :Die Witwe des Barons und der Verwalter Knör - © Felix Eisele
Wissen sie etwas über den Mord? :Die Witwe des Barons und der Verwalter Knör | © Felix Eisele

Löhne. Was geht da nur vor sich? Ungläubig begutachtet Baron Ansgar von Herrschershausen seine Umgebung. Niemand scheint ihn wahrzunehmen, denn er ist tot, hinterrücks mit einem Messer erstochen und in einem See entsorgt.

Und dennoch, tot fühlt er sich keineswegs. Als Geist seiner selbst versucht der gutmütige Baron den Geschehnissen in seinem Schloss auf die Spur zu kommen und muss dabei so manch Unerwartetes über seine, zumindest scheinbar, liebende Familie erfahren. Doch wer hat den Baron aufs heimtückischste hintergangen?

Das fragen sich auch Butler Johann und die Tanten des Barons. Beunruhigt von dessen langer Abwesenheit und dem Fund seiner Leiche, beschließen die selbst ernannten Detektive nun auf eigene Faust zu ermitteln. Parallel wird auch Kommissarin Else Nehrlich auf den Fall aufmerksam und beginnt auf dem behördlichen Wege mit der Verdächtigensuche.

Adel spielt doppeltes Spiel

Zunächst kann sie jedoch kein Licht ins Dunkel bringen und schleust so den verdeckten Ermittler Hugo Geist in den Alltag des Adels ein. Wird es ihm gelingen, dass doppelte Spiel des Adels zu durchschauen?

Inszenieren die Kriminalkomödie: Der Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums Löhne mit ihrer Lehrerin Carleen Krüger. - © xxx
Inszenieren die Kriminalkomödie: Der Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums Löhne mit ihrer Lehrerin Carleen Krüger. | © xxx

Es kündigt sich eine turbulente Verbrecherjagd mit allerlei Witz und Waghalsigkeit an, in der Tote sowie Lebendige gemeinsam ermitteln.

Dabei ist der Zuschauer den Ermittlergruppen stets einen Schritt voraus, durchschaut er doch als Einziger das Intrigenspiel einiger Blaublütiger. So wird Christine Steinwassers Kriminalkomödie „Mörder mögen’s Messerscharf“ im Literaturkurs nicht zur verbrauchten Inszenierung eines dramatisch in Szene gesetzten Ermittlerduos.

Denn sie erkennt nicht einen heroischen Polizeibeamten, sondern den Zuschauer als ersten Ermittler im Mordfall von Herrschershausen an. Eine Spurensuche, die für Groß und Klein zur echten Zerreißprobe zu werden droht und einen gekonnten Spagat zwischen Spannung und Charme schafft.

Schrullige Charaktere

„Das Stück vermittelt trotz der für eine Kriminalinszenierung typischen Handlung eine gewisse Leichtigkeit. Es ist voller Wortwitz und Situationskomik, die für alle Altersklassen bekömmlich ist“, beschreibt Lehrerin Carleen Krüger das Stück. Da wären zum Beispiel die schwerhörigen Tanten, die zwar ermitteln wollen, aber alles falsch verstehen oder der Butler der allen Etiketten zum Trotz immer einen mittrinkt.

Lehrerin Krüger hatte gemeinsam mit 17 Oberstufen- Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses des Städtischen Gymnasiums Löhne die Inszenierung geplant und vorbereitet. Mühevoll haben sie Woche für Woche gemeinsam geprobt, um den ohnehin schon schrulligen Charakteren eine ganz eigene Art der Dynamik zu gegeben.

Außerdem habe man Wert auf ein authentisches Bühnenbild und detailgetreue Kostüme gelegt. Auf die Frage warum man ihre Inszenierung besuchen solle, antworten sie kurz und entschlossen: Dass Stück sei immerhin ein „Mordsspaß“ und das für sehr wenig Geld.

Die Aufführungen sind für Freitag, 3. Juni, um 18.30 Uhr und für Sonntag, 5. Juni, um 16.30 Uhr angesetzt. Die Kosten für eine Erwachsenenkarte liegen bei 4 Euro, die für eine ermäßigte Karte bei 3 Euro. Der Kartenvorverkauf startet für Schüler im Foyer des Gymnasiums. Alternativ können auch Karten an der Abendkasse gekauft werden.

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