Kriminelles im Gymnasium | Löhne - Neue Westfälische
Musik zur Einstimmung: Lara Niemeier (Gesang) und Blerta Dermaku (Gitarre). - © Raphaele Russkamp
Musik zur Einstimmung: Lara Niemeier (Gesang) und Blerta Dermaku (Gitarre). | © Raphaele Russkamp

Löhne Kriminelles im Gymnasium

Theater: Der Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums führt Krimi auf

Löhne. Der Literaturkurs des Städtischen Gymnasiums feierte am Freitag in der Aula der Schule Premiere mit dem Theaterstück "Mörder mögen's messerscharf". Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Carleen Krüger hatten die Schüler über einen Großteil des Schuljahrs das Theaterstück eingeübt.

Wie der Titel bereits verdeutlicht, geht es einen Mord. Das Besondere: Der ermordete Baron beobachtet als Geist die Ermittlungen und versucht, bei der Festnahme seines Mörders zu helfen. Später stößt auch noch das Dienstmädchen als geisterhafte Kommentatorin dazu, nachdem sie ebenfalls ermordet wurde.

"Die Schüler fanden dieses Stück vom Inhalt am schönsten", erklärt Carleen Krüger die Auswahl. Die Schüler brachten sich auf unterschiedliche Weise in das Theaterstück ein, ob hinter den Kulissen, bei der Musik oder als Schauspieler. Luca Lauer kümmerte sich um die Technik. Das Stück wurde mit einer musikalischen Darbietung begonnen. Blerta Dermaku begleitete Lara Niemeier, die auch das Dienstmädchen spielt, mit der Gitarre.

Während des Theaterstückes gab es immer wieder "running Gags". Wie den des Butlers Johann, gespielt von Ariane Pickhardt, der bei jedem Drink, den er seinem Dienstherren einschenkte, sich selbst auch mit versorgte. Schließlich war er so betrunken, dass er nicht mehr gerade gehen konnte.

Auch an Wortwitzen, wie "ehrlich, Frau Nehrlich", mangelte es nicht. Dieser Satz fiel im Gespräch mit Else Nehrlich, dargestellt vom Juliana Schaum, Ermittlerin im Fall des toten Barons.

Besonderen Witz hatten auch die Auftritte der beiden Tanten des toten Barons. Die eine war offensichtlich schwerhörig, weswegen es oft zu Missverständnissen kam - auch wenn sich später herausstellte, dass diese Schwerhörigkeit nur vorgetäuscht war. Beispielsweise ging die Tante davon aus, dass der Baron schwimmen gegangen sei und einfach nicht mehr aufgetaucht sei, als ihr mitgeteilt wurde, dass man die Leiche am See gefunden hatte. Da fragte sie sich, wie er wohl so lange die Luft anhalten könne.

Die beiden Geister, der Baron und das Dienstmädchen, hatten vor allem am Anfang Probleme zu erkennen, dass sie selbst gestorben waren. Denn bis sie begriffen hatten, dass sie niemand hören und sehen konnte, weil sie ermordet wurden, war einige Zeit vergangen. Im Laufe des Stückes beschlossen die Beiden, der Polizei bei der Ermittlung des Mörders zu helfen, da es offenbar nicht voranging, auch wenn es schnell einen Verdächtigen gab. Die Frau des Barons, Lukretia von Herrschershausen, zum Bühnenleben erweckt von Martina Vanessa Jaszek, zeigte verdächtig wenig Interesse an der Aufklärung des Verbrechens. Auch war sie aufgrund ihres komplizierten Charakters bei dem Dienstpersonal sowie bei den Tanten sehr unbeliebt.

Letztendlich wurde das Mordkomplott aufgeklärt, wobei die Festgenommenen versuchten, sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe zu schieben.

Nach der Verbeugung vor dem Publikum bedankte sich der Kurs mit einem Blumenstrauß bei der Lehrerin.

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