OK

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Online-Dienste. Wir verwenden daher Cookies, um Ihre Nutzererfahrung auf unserer Webseite zu verbessern. Sie akzeptieren, indem Sie auf unserer Webseite weitersurfen, dass wir Cookies einsetzen und verwenden. Für weitere Informationen über Cookies und um sich ggfs. von diesem Service auszutragen, besuchen Sie bitte unsere Datenschutzrichtlinie.

Mo., 03.10.2016

Festakt zum 50. Jubiläum des Löhner Gymnasiums – gute Bilanz und starke Vision »Investition in Wissen bringt Zinsen«

Christian Windhorst (Klavier), Christian Tiedemann (Querflöte) und David Kennedy (Violine) haben beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Städtischen Gymnasiums Löhne für musikalische Einlagen gesorgt. 250 geladene Gäste nahmen an der Feierstunde teil.

Christian Windhorst (Klavier), Christian Tiedemann (Querflöte) und David Kennedy (Violine) haben beim Festakt zum 50-jährigen Bestehen des Städtischen Gymnasiums Löhne für musikalische Einlagen gesorgt. 250 geladene Gäste nahmen an der Feierstunde teil. Foto: Gabriela Peschke

Von Gabriela Peschke

Löhne (WB). Alle Festredner sind sich einig: Das Städtische Gymnasium Löhne (SGL) hat in einem halben Jahrhundert viel geleistet. Mehr noch: Es hat die Zukunft vorbildlich eingestielt. Denn mit G9 neu wagt das SGL im Jubiläumsjahr eine Rolle vorwärts – und macht sich selbst das größte Geschenk.

Schulleiterin Anja Backheuer setzte den Höhepunkt ans Ende ihrer Begrüßungsansprache, nachdem sie den 250 geladenen Gästen zunächst den Gründungsgeist des SGL ins Gedächtnis gerufen hatte: »Die 1960er Jahre waren eine Zeit von Wandel und Aufbruch. Unkonventionell, mutig, richtungweisend.« Dass diese konstruktive Stimmung die Gründung eines eigenen Gymnasiums inspirierte, sei auch ein wichtiger »Unabhängigkeitsbeweis« der damals jungen Stadt Löhne gewesen.

Wo 1966 ein kleines neusprachliches Gymnasium mit 42 Schülern und 1,5 Lehrkräften an den Start gegangen war, hatte es in dem 1973 bezogenen Neubau an der Albert-Schweitzer-Straße in Spitzenzeiten mehr als 1100 Schüler und bis zu 88 Pädagogen gegeben. Dazwischen lägen Jahrzehnte sich wandelnder Lern- und Schulkulturen, so die Schulleiterin.

»Es geht heute immer stärker um die Integration von Kompetenzen und Vernetzung. Und zugleich um die Individualisierung von Lernprozessen«, sagte Anja Backheuer. Daher habe man sich bewusst entschieden, künftig wieder ein Abitur nach neun Jahren (G9) anzubieten. »Aber mit dem Ziel, den Schülern dieses Jahr zum Entschleunigen, zum Vertiefen zu gewähren. Und um Raum für Persönlichkeitsentwicklung zu schaffen«, betonte die Schulleiterin.

Dieser Ansatz fand auch die Zustimmung des Schuldezernenten der Bezirksregierung, Ingo Klemisch. »Diese Schule muss sich nicht vor sinkenden Schülerzahlen retten. Sondern sie setzt Impulse nach vorn«, sagte der Vertreter der vorgesetzten Dienstbehörde. Auch Jürgen Müller, Landrat des Kreises Herford, lobte den Vorstoß und betonte die Bedeutung der Identifikation der Schüler mit ihrer Lernumgebung: »Schule ist heute im Idealfall auch ein gutes Stück Heimat«, waren seine Worte.

4000 Abiturienten in fünf Jahrzehnten

Wo etwa 4000 Abiturienten in fünf Jahrzehnten ausgebildet wurden, zeigt sich dies auch an der schulischen Infrastruktur. So ließ es sich Bernd Poggemöller nicht nehmen, in seiner Verantwortung als Bürgermeister der Stadt Löhne die Kernsanierung des Schulgebäudes zu thematisieren. »Die neue Mensa war 2011 eine der ersten im Passivhaus-Standard«, erinnerte er. Wenngleich es leider finanziell nicht darstellbar sei, das komplette Gebäude ökologisch zu sanieren, so sei der Gesamtaufwand für die Renovierung doch mit den Kosten eines Neubaus vergleichbar. »Eine Investition, die sich lohnen wird«, resümierte der Bürgermeister und verwies darauf, dass die Lernumgebung ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor für die Schüler sei. Der Bürgermeister dankte allen Mitstreitern für die gute Zusammenarbeit und das Vertrauen.

Im Rahmen der Feierstunde kamen auch Vertreter der Elternschaft, des Fördervereins und der Schülervertretung zu Wort. »Das Wir ist wichtiger Bestandteil unserer Schulkultur«, formulierte Jana Rothenroth und dankte allen Eltern hinter den Kulissen des Schulalltags für ihre Unterstützung. Thomas Niemeier schloss sich für den Förderverein diesem Gedanken an und warb eindringlich um Mitgliedschaften, um die vielfältigen Initiativen des Vereins zu unterstützen: »Eine Investition in Wissen bringt die besten Zinsen«, zitierte er Benjamin Franklin. Mit den Worten der Schülervertreterin Imke Schröder ausgedrückt klang das so: »Nicht meckern – machen!«

Wiedersehensfeier mit 600 Ehemaligen

Abschließend referierte der ehemalige SGL-Abiturient und jetzige Professor für Mathematik an der Universität Münster, Dr. Matthias Löwe, in seiner Festrede über den Wert von Bildung. »Reife, das ist der Natur abzuschauen, erfordert Zeit«, resümierte auch er den Wert von entschleunigter Pädagogik.

Entspannt und »entschleunigt« feierten am Abend mehr als 600 Ehemalige ein Wiedersehen. »43 Schülerjahrgänge sind heute hier vertreten, das zeigt echte Verbundenheit mit dem SGL«, sagte Schulleiterin Anja Backheuer in ihrer Abendansprache. Monika und Stefan Schlüter aus Mennighüffen konnten das nur bestätigen: Der Abiturient von 1984 hatte seine Ehefrau auf deren Abiturfeier 1989 kennengelernt.

Google-Anzeigen

Kommentare

Sicherheits-Text:*
reCAPTCHA-Bild
Neues Captcha abrufen Audio-Captcha abrufenCaptcha abrufen Hilfe

Mit * markierte Felder sind Pflichtfelder

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Mehr zum Thema

Anzeige


http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4346231?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2516093%2F2198393%2F2514619%2F