50 Jahre Gymnasium Löhne | Löhne - Neue Westfälische
Moderner Bau: Dieser Teil des Gymnasiums ist bereits auf dem neuestem Stand. Die Bilder links und recht sind aus der Festschrift aus dem Jahr 1973. - © Dirk Windmöller
Moderner Bau: Dieser Teil des Gymnasiums ist bereits auf dem neuestem Stand. Die Bilder links und recht sind aus der Festschrift aus dem Jahr 1973. | © Dirk Windmöller

Löhne 50 Jahre Gymnasium Löhne

Löhne. Wenn es nach den Stadtvätern gegangen wäre, dann wäre des Städtische Gymnasium Löhne vielleicht schon 70 Jahre alt. In der Festschrift, die zur Einweihung des Neubaus am 9. und 10. März 1973 herausgegeben wurde, berichten Heinrich Schneider (Bürgermeister) und Karl Kröger (Stadtdirektor) davon.

Der entscheidende Ratsbeschluss der Gemeinde Gohfeld fiel jedoch erst am 28. Oktober. Weil es noch keine Lehrer für das neue Gymnasium gab, als die Genehmigung im Januar 1966 kam, musste sich Realschulleiter Heinz Böcke um die Vorbereitung kümmern. Der gewährte auch den ersten Schülern und Lehrern in seiner Amtsrealschule Unterschlupf, weil es noch kein Schulgebäude gab.

"Um den Schülern des Gymnasiums in allen Fächern Unterricht erteilen zu können, tauschten Realschule und Gymnasium drei Jahre lang Lehrer aus", schrieb der erste Schulleiter Hans Seiffert in der Festschrift.

Nach wenigen Jahren reichte der Platz im Realschulgebäude nicht mehr aus. Auch das Gebäude der Grundschule Löhne-Bahnhof wurde genutzt.

Mit diesem Provisorium mussten sich Schüler und Lehrer einige Jahre abfinden. 1966 kaufe die Stadt das 17.000 Quadratmeter große Schulgelände vom Landwirt und Grundgesetzvater Adolf Blomeyer. Für den Bau einer zweizügigen Schule wurde ein Architektenwettbewerb ausgerufen, den Diplom Ingenieur Rodenberg aus Minden gewann. Der zum Teil dreigeschossige Bau kostete 7,6 Millionen Mark.

Die sieben Jahre Provisorium endeten am 9. März 1973 auch offiziell. Damals wurde der Neubau des Gymnasiums eingeweiht. Der Neubau war der Stadt eine Menge wert. Rund zwei Drittel der Baukosten wurden aus der Stadtkasse bezahlt. Die NW berichtete damals über die Einweihungsfeier und zitierte Stadtverwaltungsdirektor Karl Oermann. Er kritisierte das Land NRW, das nur 30 Prozent der Kosten getragen habe.

Löhne ging es damals finanziell offensichtlich deutlich besser als heute. "Die Finanzierung des Baus sei nicht zuletzt deshalb möglich gewesen, weil in Löhne die Wirtschaft sehr gefördert worden sei. So habe 1972 das Gewerbesteueraufkommen 320 Mark pro Kopf der Bevölkerung gegenüber 20 Mark im Jahre 1949 betragen", stand am 10 März 1973 in der Neuen Westfälischen.

Wie auch heute bei Feierstunden üblich gab es auch damals zahlreiche Festredner. Einer von ihnen war Karl Klusmeier als Sprecher der Grundschulleiter. "Wir sind die Zulieferbetriebe für das Gymnasium", sagte er. Schon damals spielte die Wirtschaft in der Weltstadt der Küchen eine große Rolle.

Heute wird ebenfalls gefeiert: Es gibt einen offiziellen Festakt und eine Party.

Copyright © Neue Westfälische 2016
Texte und Fotos von nw.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Ihr Benutzername: BATSGL

Ihre E-Mail-Adresse: mcbart1975@gmail.com

Mit dem Absenden des Kommentars erkennen Sie unsere Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion an.

Kommentar abschicken
realisiert durch evolver group