Freiarbeit

In der Freiarbeit können Schülerinnen und Schüler besonders gut „das Lernen lernen“. Sie entscheiden im Rahmen von Pflicht- und Wahlaufgaben selbst, was sie lernen (bzw. üben und vertiefen) und auf welche Weise sie dies tun. Daher ist es auch naheliegend, Formen freien Arbeitens bereits in der 5. Klasse mit Maßnahmen zur Förderung des methodischen und sozialen Lernens zu verbinden. Entsprechend orientiert sich Freiarbeit am SGL einem erweiterten Lernbegriff, der die einseitige Ausrichtung auf rein rezeptives, inhaltlich-fachliches Lernen überwinden möchte. Offene Lernsituationen in der Freiarbeit ermöglichen darüber hinaus eine veränderte Beziehungsstruktur zwischen Lehrenden und Lernenden, in der Schülerinnen und Schüler stärker als Partnerinnen und Partner im Lernprozess wahrgenommen werden können. So trägt Freiarbeit wesentlich dazu bei, nicht nur kooperatives Lernen zu fördern, sondern auch das Schüler-Lehrer-Verhältnis neu zu bestimmen.

Am SGL begegnet Freiarbeit den Schülerinnen und Schülern der Erprobungsstufe als zeitlich begrenzte Alternative zum sonst üblichen Klassenunterricht zweimal pro Schuljahr innerhalb eines Zeitraumes von jeweils fünf Wochen in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik - weitere Fächer können hinzu kommen - mit je einer Stunde pro Woche. In jeder Klassenstufe wird eine der beiden beiden fünfwöchigen Freiarbeitsphasen jeweils fächerübergreifend zu einem bestimmten Themenschwerpunkt durchgeführt (in Klasse 5 „Tiere“, in Klasse 6 „Kinder in aller Welt“).

Die Beschränkung auf die Erprobungsstufe soll in den kommenden Schuljahren aufgehoben werden. Es ist das Ziel aller an der Entwicklung des Freiarbeitskonzeptes Beteiligten, auch höhere Klassenstufen in den Offenen Unterricht einzubeziehen.