Recyclingpapier-AG

Recycling-Papier-AG


Neu: Recyclingpapier-AG


Ab Juni 2002 gibt es am SGL eine Recyclingpapier-AG.
Wir verkaufen in der 2. großen Pause Produkte aus Recyclingpapier. Ihr könnt bei uns DinA4 Hefte (auch Doppelhefte, Notenhefte), Aufgabenhefte, Collegeblöcke, Ringbucheinlagen, Schnellhefter, Zeichenblöcke und sogar Druckerpapier für den PC bekommen. Die genauen Zeiten, Preise, usw. entnehmt bitte dem Aushang an unserem Laden „Papyrus“ papyrusladenmitpapyruspflanzendekoriert.jpg papiershop2.jpg
papiershop1.jpg
Außerdem wollen wir eine Bücherbörse betreiben:
Alte Bücher können bei uns abgegeben werden. Wir verkaufen sie dann sehr
günstig weiter (10 Cent pro 100 Seiten).
Alle Überschüsse werden für wohltätige Zwecke gespendet.
Neue AG-Mitglieder: Wenn Ihr zuverlässig seid und gut rechnen könnt, sprecht bitte Frau Hanko an!


Vorgeschichte der Recyclingpapier-AG:

September 1999:

Die Initiative 2000Plus wurde am 9.9.1999 von einigen Umweltschutzverbänden, der Verbraucherzentrale NRW und dem Umweltamt der Stadt Löhne gegründet.
Bei dem stetig wachsenden Papierverbrauch in Deutschland (ca. 200 kg pro Person im Jahr) möchte man die Bevölkerung auf die umweltfreundliche Alternative „Recyclingpapier“ aufmerksam machen.

Frau Schepsmeier vom Umweltamt Löhne informierte die Löhner Schulen.

Im Mai/Juni 2001 hielt sie in der Aula sechs Diavorträge und erreichte damit alle SchülerInnen der Klassen 5 – 10.
Die meisten haben sofort verstanden, dass man durch Verwendung von Papier, das aus 100% Altpapier hergestellt wird, Rohstoffe (d. h. Bäume und Trinkwasser) und Energie (Strom) sparen kann. papierherstellungsdiagramm.jpg
Frau Schepsmeyer informierte die Schüler auch darüber, dass die meisten Bäume für unser Papier nicht aus Deutschland stammen - sondern zum Beispiel aus Kanada importiert werden. Dort kennt man anscheinend noch keine ökologisch verträgliche Forstwirtschaft. Große Flächen werden auf einmal abgeholzt. Man nennt das „CLEARCUT“. An der kanadischen Westküste ist auch der GREAT BEAR RAINFOREST, einer der letzten „kalten Regenwälder“ , betroffen. Die Nuxalk-Indianer protestieren schon seit Jahren dagegen, weil die Holzkonzerne auch vor ihren heiligen Stätten nicht halt machen.

Frau Schepsmeyer und die von ihr mitgegründete „Initiative 2000 plus“ suchen 500 Schulklassen in NRW, die sich für die Verwendung von Recyclingpapier stark machen. Allein am SGL haben schon 25 Klassen unterschrieben. Das ist spitze!!!

Recyclingpapier erkennt man am Aufdruck „aus 100% Altpapier“ in Kombination mit dem blauen Umweltengel oder diesen Zeichen. Alle anderen Label sind frei erfunden und haben keine Bedeutung für die Umweltverträglichkeit!Recyclingpapier-AG
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Von nun an hielten sich viele SchülerInnen an ihr Versprechen, Recyclinghefte zu kaufen. Aber immer wieder tauchten Fragen auf:
Warum gibt es nicht in allen Geschäften dieses Papier?
Warum ist es nicht billiger als Papier aus Zellstoff?
Ist es auch wirklich genauso gut wie Papier aus Zellstoff?

Von der Qualität der Hefte sind inzwischen alle überzeugt, viele Geschäfte in Löhne bieten es an – aber der Preis??



März 2002
Frau Schepsmeier und zwei weitere deutsche Umweltschützerinnen flogen nach Kanada, um sich vor Ort ein Bild von den Abholzungen zu machen. Sie besuchten die Nuxalk-Indianer in Bella Coola (etwa 400 km nördlich von Vancouver) und überbrachten Briefe von SchülerInnen des SGL.
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April 2002
Immer wieder fragten die Schüler nach günstigeren Preisen.
Einige Klassenlehrer machten Sammelbestellungen, sogar eine Schulsammelbestellung fand statt. Das Interesse war riesengroß.
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Juni 2002
Die Sammelbestellung war mit viel Schlepperei, Sortiererei, Rechnerei usw. verbunden. Um den Kauf von Recyclinghefte in Zukunft einfacher zu machen, gründete Frau Hanko mit der 5c (jetzt 6c) eine Recyclingpapier-AG. Erste Aufgabe war die Einrichtung unseres Ladens „Papyrus“. papiershop1.jpg papyrusladenmitpapyruspflanzendekoriert.jpg papiershop2.jpg

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Juli 2002
Die vielen abgegebenen Unterschriftenlisten und das geschäftstüchtige Verhalten der Löhner Schüler bewirkten, dass wir zum Recyclingpapierkongress nach Wuppertal am 4. Juli 2002 eingeladen wurden. Dort überreichte die Umweltministerin von NRW, Frau Bärbel Höhn auszeichnungdurchfrauhoehn.jpg , der Schülersprecherin des SGL, Katharina Esser, und der AG-Leiterin, Frau Angelika Hanko, eine Auszeichnung. Im Herbst bekommen wir auch noch eine Linde für unser Schulgelände!

---------------------------------------------------------------------------------------- Chief Qwatsinas, ein Häuptling der Nuxalk , kämpft seit vielen Jahren für die Erhaltung des Great Bear Rainforest in seiner Heimat. Wegen seines Widerstandes gegen die Holzkonzerne wurde er sogar schon festgenommen und musste einige Wochen im Gefängnis verbringen. 1999 war er schon einmal auf Deutschlandrundreise. Mit zwei anderen Stammesmitgliedern schnitzte er vor den Toren einiger großer Firmen am einem Totempfahl (der jetzt noch in Hamburg zu bewundern ist), um darauf aufmerksam zu machen, dass diese Firmen Holz aus Raubbau verwenden.
Am 10. Juli 2002 sprach Chief Qwatsinas qwatsinasunduebersetzerin.jpg in der vollbesetzten Aula des SGL zu Schülern der Jahrgangsstufen 5 - 12 und beantwortete Fragen. Er ist überzeugt davon, dass wir durch den Kauf von Recyclingpapier anstelle von Papier aus Zellstoff die Abholzung der Urwälder auf seinem Gebiet zumindest etwas verlangsamen können.
Als Ureinwohner hat er zu den Bäumen und Tieren ein ganz besonderes Verhältnis. Zitat von Chief Qwatsinas , das sich übrigens in vielen bekannten Zitatensammlungen schon finden lässt: „We must protect the forests for our children, grandchildren and children yet to be born. We must protect the forests for those who can´t speak for themselves such as the birds, animals, fish and trees.“
Seine Liebe zur Natur zeigte er uns, als er die Patenschaft für einen der Bäume unserer „Allee der vereinigten Bäume“ übernahm. Er legte einige Adlerfedern auf den Baum und gab ihm einen Namen aus der Nuxalk-Sprache. Er heißt jetzt „Amlth“, was „Lachs im Frühjahr“ bedeutet. Dazu muss man wissen, dass der Lachsfang früher die Lebensgrundlage der Nuxalk war.
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Am 15.7.2002 verkaufte die Recyclingpapier-AG selbst vorbereitete „Startersets“ an die neuen 5. Klassen. Diese Sets bestehen aus einer Baumwolltasche, die mit Greenpeace-Heften, Collegeblock, Ringbucheinlagen usw. gefüllt ist.

Seit dem zweiten Halbjahr 2011/2012 organisiert der Papyrus-Shop, der sich jetzt in der Pausenhalle des Altbaus befindet, eine aktive Pause.

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Links:
www.urgewald.de
www.nuxalk.org
www.greenpeace.de
www.fanweb.org
www.ran.org
www.naturschatz.org
www.bundjugend-berlin.de
www.memo.dewww.angelfire.com/mi/wolf1/native.html